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Wer regiert Leisnig: Sonntag fällt Entscheidung

Wer regiert Leisnig: Sonntag fällt Entscheidung

Wenn die Wahlberechtigten von Leisnig und den 39 ländlichen Ortsteilen am Sonntag in die Wahllokale gehen, entscheidet sich, wer für die nächsten sieben Jahre die Geschicke der Kommune leitet.

Leisnig.

Die einfache Mehrheit reicht. Beim ersten Wahlgang hätte es die absolute Mehrheit sein müssen, also mehr als 50 Prozent der Stimmen.

 

Am 7. Juni reichte es für keinen der Bewerber. Mit 47 Prozent der Stimmen kam der parteilose Carsten Graf, Kandidat von Freien Wählern Stadt und Land Leisnig, SPD und Linkspartei, der Marke am nächsten. Amtsinhaber Tobias Goth (CDU), brachte es auf 45,2 Prozent. Karsten Müller, parteilos und Einzelkandidat, holte 7,8 Prozent. Am Sonntag können sich die Wähler entscheiden zwischen dem am längsten in Leisnig ansässigen Kandidaten Karsten Müller, dem mit der fundiertesten Ausbildung Tobias Goth, und dem mit den häufigsten Bürgermeisterkandidaturen Carsten Graf. Die DAZ stellte allen drei Bewerbern vorm zweiten Wahlgang drei Fragen.

 

Was bedeutet für Sie das Ergebnis des ersten Wahlganges?

 

Tobias Goth: Einerseits stelle ich fest, dass das Zusammenwachsen von Bockelwitz und Leisnig noch ein gutes Stück Zeit und Arbeit erfordert und dass andererseits die Bevölkerung in einem noch wirksameren Maße in kommunalpolitische Angelegenheiten eingebunden werden muss, was sich zum Beispiel in einer guten Wahlbeteiligung widerspiegelt.

 

Carsten Graf: Natürlich habe ich mich über das Ergebnis von 47 Prozent sehr gefreut. Bei den drei zur Wahl stehenden Kandidaten im ersten Wahlgang die meisten Stimmen zu erhalten, war eine positive Überraschung.Es hat gezeigt, dass eine Mehrheit von 54,8 Prozent der abgegebenen Stimmen einen Wechsel in Leisnig wünscht. Jetzt besteht diese Chance.

 

Karsten Müller: Das Ergebnis des ersten Wahlganges hat mich nicht überrascht, sollte aber so nicht bestehen bleiben.

 

Wie hat es Ihre Aktivitäten bis zum zweiten Wahlgang beeinflusst?

 

Tobias Goth: Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses habe ich sofort breitgefächerte, große Unterstützung erfahren. Mit den danach gestarteten verschiedenen Aktivitäten will ich das gute Miteinander in unserer Stadt und unseren Dörfern und natürlich auch die erzielten Ergebnisse, besonders der letzten sieben Jahre, noch stärker herausstellen.

 

Carsten Graf: Nach massiver Kritik einer Partei über die Anzahl unserer 300 gedruckten Plakate zum ersten Wahlgang und der Einigung auf weniger Standorte haben wir danach entschieden, den Bürgern keine kostspielige Plakat-Flut vor die Nase zu setzen, sondern einen Dankeschön-Flyer mit dem Hinweis auf den zweiten Wahltag zu drucken und auf Veranstaltungen nochmals mit den Bürgern direkt ins Gespräch zu kommen. Das gesparte Geld wollen wir für Kinder- und Jugendarbeit in Leisnig spenden.

 

Karsten Müller: Ich bin meiner Linie treu geblieben und habe weiterhin den persönlichen Kontakt mit der Leisniger Bevölkerung gepflegt. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Meine Persönlichkeit, Bekanntheitsgrad, Zuverlässigkeit, Bürgernähe und Ehrlichkeit sind Eigenschaften, die kein Plakat zum Ausdruck bringen kann, deshalb habe ich von weiteren Plakaten und Flyern abgesehen.

 

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in den zweiten Wahlgang?

 

Tobias Goth: Der großartige Zuspruch der letzten Zeit war getragen von dem Motto: Ein Leisniger für Leisnig und seine Ortsteile. Ich bin zuversichtlich, den zweiten Wahlgang zu gewinnen. Wir haben manche gute Saat in der zurückliegenden Legislaturperiode gesät. Nun möchte ich auch die Ernte mit denen einbringen, die dabei mit geholfen haben und weiterhin helfen werden.

 

Carsten Graf: Ich wünsche mir, dass die Wähler noch einmal von ihrem Recht Gebrauch machen, frei zu wählen und sich darin durch nichts beirren lassen. Ein ähnliches Resultat wie im ersten Wahlgang wäre toll.

 

Karsten Müller: Ich sehe den zweiten Wahlgang als eine zweite Chance für mich und die Bevölkerung, den richtigen Weg einzuschlagen. Ich erwarte eine höhere Wahlbeteiligung und mehr Interesse an der Zukunft der Stadt Leisnig. Ich hoffe auf eine Veränderung gegenüber dem Ergebnis vom ersten Wahlgang.

Steffi Robak

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