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Döbeln Werkschüler führen in der Turnhalle ein Kindermärchen und ein Stück für reifes Publikum auf
Region Döbeln Werkschüler führen in der Turnhalle ein Kindermärchen und ein Stück für reifes Publikum auf
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15:23 19.12.2011
Noch sind nicht alle Kulissen und Kostüme fertig, aber die Akteure sind bereit für das diesjährige Weihnachtstheater in Naundorf: Jacqueline Jentzsch (vorn links) probt mit den Schülern das Stück "Kirikus und die Körner der Zufriedenheit." Quelle: Sven Bartsch

Die freischaffende Theaterpädagogin Jacqueline Jentzsch, die beide Stücke mit den Kindern einstudiert, erklärt, weshalb die Arbeit dieses Jahr für alle Beteiligten ein Novum ist. "Im vergangenen Jahr spielten wir quasi zwei Stücke in einem mit modernen und klassischen Schneewittchen-Elementen. Das überforderte viele der jüngsten Zuschauer. Deshalb gibt es dieses Mal am Vormittag ein Kindermärchen und am frühen Abend ein anderes Stück, das vor allem Jugendliche und Erwachsene zur Zielgruppe hat." Aufgeführt werden soll beides auch wieder bei den Kindertheatertagen in Döbeln, so Jentzsch.

Neu ist auch, dass bei "Kirikus und die Körner der Zufriedenheit" von Anne Hassel und "Gute alte Zeit - Schöne neue Welt" aus der Feder von Christina Jonke, jeweils Schüler den Part des Regisseurs übernehmen. "Ich weise sie an und schaue ihnen über die Schulter, schreibe ihnen aber nicht vor, wie sie zu agieren haben", sagt Jacqueline Jentzsch. Ziel soll es sein, die Selbstständigkeit der Schüler zu fördern und ihnen zu helfen, sich selbst zu organisieren, bevor sie auftreten.

Unter den Akteuren sind Debütanten ebenso wie Schüler, die bereits das 4. Mal mit Jacqueline Jentzsch zusammen an der Umsetzung eines Stückes arbeiten. Während die Darsteller überwiegend weiblichen Geschlechts sind, betreuen einige Jungen die Technik und zeichnen für die Requisiten beider Aufführungen verantwortlich.

Seit Schuljahresbeginn beschäftigen sich die Schülerinnen Heidi Streubel und Antonia Wolf mit dem kindgerechten Stück, in welchem die Akteure unter anderem in die Rollen einer Ameise, einer Maus, und einer Schnecke schlüpfen. "Wir haben viel Freiraum, das Stück hat nur fünf Szenen, da gibt es viel Platz für eigene Ideen" freut sich Antonia Wolf auf ihren großen Auftritt in der Naundorfer Turnhalle.

Anders sieht es dagegen bei den "Großen" aus, die in ihrem Stück überspitzt darstellen, welche Entwicklung die Abhängigkeit des Menschen von modernen Medien nehmen könnte. Das Szenario zeigt den Familienalltag in einer möglichen Zukunft und ist sehr textlastig, was den Darstellern aufgrund der geringen Kulisse viel spielerisches Können abverlangt. Den sprichwörtlichen Hut auf hat in der Gruppe die Schülerin Anna Riese aus Mahlis. Sie spielt nicht nur mit, bei ihr laufen auch die Fäden zusammen, in den Proben fungiert sie zudem als Souffleuse.

Beiden Stücken gemein ist, dass sie, im Vergleich zu klassischen Märchenstoffen, relativ unbekannt sind.

Christian Kunze

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