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Döbeln Wieder mehr Besucher auf der Suche nach neuen Pflanzen
Region Döbeln Wieder mehr Besucher auf der Suche nach neuen Pflanzen
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18:00 25.06.2017
Beliebt wie eh und je: Rosen in allen Variationen gab es auch in diesem Jahr in Altzella zur großen Blumen- und Gartenschau, Angelika Eisner, Carolin Eisner und Roswita Beyer (v.l.) suchten sich ihre schönsten aus. Quelle: Fotos: Sven Bartsch
Altzella

Unerbittlich prasselt die Sonne auf die Köpfe der Menschen, die sich am Sonnabend schon vor der offiziellen Öffnung um 10 Uhr mehr oder weniger geduldig in die Schlangen vor den beiden Kassenhäuschen am Eingang eingereiht haben. „So viele Leute“, staunt ein kleines Mädchen. Tatsächlich: Schon am Sonnabend, so schätzen Klosterchefin Ingrid Welzig und ihre Mitarbeiter, sind es um die 4000 Besucher, die auf die Schau strömen, am gestrigen Sonntag erhöht sich die Zahl auf insgesamt über 10 000 – wieder mehr als im vergangen Jahr. „Wir wachsen“, bestätigt Ingrid Welzig. Genaue Zahlen kann das Klosterteam noch nicht liefern, weil: „wir haben ein neues Kassensystem.“ Und das lässt lediglich Rückschlüsse über die Höhe der Einnahmen zu.

Doch schon am Sonntagvormittag ist die Klosterchefin zufrieden mit der Resonanz bei dieser 19. Blumen- und gartenschau. Positives Feedback gab es bereits am Sonnabend. Die neuen Sitzmöglichkeiten beispielsweise werden mit Wohlwollen bedacht. „Wir lernen ja jedes Jahr dazu“, sagt Welzig. Und so wurde in diesem Jahr eben der Ruhebereich für die müden Pflanzenkäufer erweitert. Anstelle weiterer Ausstellerstände – mit rund 120 ist die Obergrenze für das Kloster erreicht – wurden lieber ein paar Stühle und Bänke mehr aufgebaut.

Angefangen hat vor 19 Jahren alles mit zwölf bis 15 Ständen. Die Klostergärtnerei Richter ist eine von denen, die seit 1999 mit dabei ist. Für Ingrid Welzig ist Tradition wichtig. „Wir wollen uns abheben von normalen Verkaufsmärkten“, sagt sie. Deshalb bekommen Aussteller in Altzella immer auch die Möglichkeit, sich möglichst gut zu präsentieren. Vor allem Gärtnerein sollen diese Chance nutzen. „Die haben es nicht leicht“, sagt Welzig und hofft, dass im kommenden Jahr zum 20-jährigen Jubiläum der Schau noch mehr Gärtnereien nach Altzella kommen. Etwa ein Viertel machen die in diesem Jahr wieder aus. Daneben gibt es alles, was des Hobbygärtners Herz noch begehren könnte: Medizin für guten Boden, Gewürze und Kräuteröle, Holzkunst verschiedenster Art, Dekoratives, das den Garten neben all seinen Pflanzen noch schöner machen kann, selbst Genähtes und Getöpfertes, Kunst, Schmuck und natürlich jede Menge Leckereien. Es ist also kein Problem, einen ganzen Tag auf der Schau zuzubringen – wer seine Pflanzeneinkäufe erledigt und das Erstandene im gut genutzten Depot kostenfrei zwischengelagert hat, kann erneut auf die Jagd gehen. Denn das Rahmenprogramm bot mit Führungen, Vorträgen, musikalischen Einlagen, historischer Modenschau, Theater für Kinder sogar für jene etwas, die vielleicht nicht unbedingt der Blumen wegen nach Altzella gekommen waren.

Von Manuela Engelmann

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