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Döbeln Wieder mehr Schmierereien in Waldheim
Region Döbeln Wieder mehr Schmierereien in Waldheim
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17:36 09.09.2016
Mit Sprühfarbe aufgetragene Schmierereien sind wieder zunehmend ein Problem in Waldheim. Quelle: LVZ
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Waldheim

Die vielen Schmierereien sind CDU-Stadtrat Ricardo Baldauf ein Dorn im Auge. Das machte er zur jüngsten Sitzung des technischen Ausschusses deutlich und gab der Stadt Tipps, mit welchen Mitteln man mehr Polizei auf die Straße bekommen kann. Dieter Hentschel (Die Linke) nahm das Thema zum Anlass, um klarzustellen, dass seine Partei und seine Fraktion nichts mit den Schriftzügen zu tun hat. „Mir ist aufgefallen, dass diese meist linke Inhalte haben. Wir distanzieren uns davon und haben damit nichts zu tun“, sagte er.

Jedes einzeln anzeigen

Stadtrat Baldauf beobachtet eine Zunahme der Schmierereien. „Man sieht überall neue Graffiti. Ich habe bestimmt zehn bis zwölf neue gezählt“, sagte Ricardo Baldauf. Er riet der Stadtverwaltung, sich die Mühe zu machen, jedes einzeln anzuzeigen. Es bringe nichts, mehrere Sachbeschädigungen – was ja die Schmierereien im strafrechtlichen Sinn meistens sind – in einer Anzeige zusammenzufassen. Erst wenn das Polizeirevier Döbeln anhand vieler Anzeigen sieht, dass es in Waldheim viele Straftaten dieser Art gibt, könne es mit verstärktem Streifendienst reagieren. „Akribisch anzuzeigen, ist eine Möglichkeit, mehr Polizei auf die Straße zu bekommen“, so Ricardo Baldauf. Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) dankte ihm für die Anregungen. „Ich nehme das gern mit und danke Ihnen, dass sie sich dafür einsetzen“, sagte er. Gleichwohl sagte Steffen Ernst auch, dass die Stadt und ihr Ordnungsamt bei diesem Problem nicht untätig ist.

Schwierige Ermittlungen

Da die Schmierer zumeist nachts ihr Unwesen treiben, ist es oft schwierig, Tatverdächtige zu ermitteln, die man am Ende vor Gericht stellen kann. Einer der letzten bekannten Fälle ist der eines 17-Jährigen und seiner 32-jährigen Anstifterin, die am Amtsgericht Döbeln der Sachbeschädigung angeklagt waren. Über den Ausgang des Verfahrens gegen den Jugendlichen ist nichts bekannt, da bei solchen Prozessen die Öffentlichkeit ausgeschlossen ist. Die Anstifterin verurteilte das Gericht zu einer Geldstrafe. Weil es sich bei den Sprüherein um einen Racheakt in einem Beziehungsdrama handelt, ist dieser Fall mit dem üblichen Schmierfinkentum nur bedingt vergleichbar.

Von Dirk Wurzel

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