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Döbeln Willkommen für 28 kleine Mädels und Jungs
Region Döbeln Willkommen für 28 kleine Mädels und Jungs
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00:21 09.11.2017
Theo und Arno sind das jüngste Roßweiner Zwillingspärchen und waren gestern gemeinsam mit Mama Nadine Engert und Oma Edeltraut Haufe im Rathaus zur traditionellen Neugeborenenbegrüßung zu Gast. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Rosswein

Im April waren es Emma und Paula, die zur traditionellen Begrüßung der Neugeborenen in Roßwein die Zwillings-Fraktion vertraten. Gestern waren es mit Theo und Arno zwei kleine Jungen, die von Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) im großen Ratssaal der Stadt als das jüngste Zwillingspärchen der Stadt herzlich willkommen geheißen wurden. Genauso natürlich wie alle anderen kleinen Mädchen und Jungen auch, die mit ihren Muttis, Vatis oder auf Omis der Einladung des Stadtoberhauptes gefolgt waren und mehr oder weniger gelassen das Treiben um sich herum verfolgten.

Insgesamt 28 kleine Roßweiner sind seit April bis Oktober wieder geboren worden. „Das ist ein normaler Schnitt“, sagt Tamara Martinat vom Hauptamt der Stadt, die auch diesmal wieder für den feierlichen Rahmen der traditionellen Veranstaltung gesorgt hat. Sekt mit und ohne Alkohol, Saft und Wasser standen zum gemeinsamen Anstoßen auf das neue Leben bereit. Dass sich wieder junge Familien aus dem Roßweiner Stadtgebiet und den Ortsteilen entschlossen haben, Leben zu schaffen – dafür dankte Bürgermeister Veit Lindner den 16 Familien, die ins Rathaus gekommen waren, persönlich. Und er verband seine guten Wünsche mit der Hoffnung, dass jeder einzelne kleine Mann und jede kleine Dame in Zukunft ihrer Heimatstadt treu bleiben mögen, immer wieder zurückkehren und im besten Fall hier wohnen bleiben werden.

Das Angebot, einen Anlass zu schaffen, um immer wieder nach Roßwein zurückzukommen, gab es gleich im Anschluss: „Im Frühjahr pflanzen wir wieder unsere Lebensbäume“, lud das Stadtoberhaupt alle Eltern dazu ein, kostenfrei für ihren Nachwuchs einen Baum in die Erde zu bringen, an dem ein kleines Schild mit dem Namen des Kindes angebracht wird, und auf den die Familie im Laufe der Jahre ein Auge haben soll. Knapp 400 solcher Bäume sind in den zurückliegenden zehn Jahren bereits gepflanzt worden, zuletzt auf der Streuobstwiese an der Kadorfer Straße.

Und weil zu jeder Feier – wie sie die Neugeborenenbegrüßung in Roßwein ist – ja auch Geschenke gehören, gab es davon gestern auch wieder jede Menge für die Minis. Die Stadt selbst spendiert jedem Neuankömmling 50 Euro auf einem Konto der Sparkasse oder Raiffeisenbank. Außerdem durften sich auch diesmal wieder alle über ein kleines CD-Paket freuen, mit Schlafliedern, Instrumentalmusik zum Mitsingen, alten Kinderliedern und Fingerspielen. Die beiden Banken selbst verwöhnten die neuen Erdenbürger und ihre Eltern nicht nur mit jeweils 100 Euro auf einem Konto, sondern gestern auch mit einem Kinder-Besteckset, niedlichen Wärmekissen und Schnuffeltüchern.

Auch Mandy Gausche und Christina Giourgas von der AWO Familienbildung hatten quasi ein Geschenk für die jungen Familien dabei. Jeden Donnerstag von 9.30 bis 11 Uhr können Mütter oder auch Väter mit ihrem Nachwuchs die Krabbelgruppe besuchen. Die trifft sich seit dem Sommer nicht mehr im Jugendhaus, wo der Platz für das Angebot nicht mehr ausgereicht hatte. Mittlerweile haben die Minis ein Klassenzimmer im Mitteldeutschen Fachzentrum für Metalltechnik, direkt neben dem Lidl in Roßwein bezogen. „Das haben wir uns noch gemütlich gestaltet“, sagt Mandy Gausche, die gemeinsam mit Christina Giourgas das kostenfreie Angebot betreut und gestaltet. Die Roßweiner, das können die beiden jungen Frauen bestätigen, nutzen die Krabbelgruppe gut und gern. Zwischen fünf und zehn Eltern und ihre Sprösslinge sind immer dabei, wenn gemeinsam musiziert wird, die kleinen Mäuse ihren Tastsinn erkunden können, die ersten Kreativangebote mit den Eltern gemeinsam umgesetzt werden oder es auch einfach nur darum geht, sich auszutauschen. Bei schönem Wetter sucht sich die Gruppe einen Platz im Freien.

Von Manuela Engelmann

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