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Willkommensbündnisse in Roßwein und Döbeln können auf Fördergeld hoffen

Willkommensbündnisse in Roßwein und Döbeln können auf Fördergeld hoffen

Die Asylbewerber reißen sich quasi um den Deutschunterricht im Jugendhaus. Künftig kann das Bündnis "Willkommen in Roßwein" dafür Fördergeld bekommen und das etwa für Lehrbücher und die Fahrtkosten der ehrenamtlichen Lehrkräfte einsetzen.

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Gute Nachrichten für Willkommensbündnisse verkündeten gestern Sachsens Intergrationsministerin Petra Köpping und Landtagsabgeordneter Henning Homann (beide SPD).

Quelle: uwe reinwardt

Voraussetzungen: Ein eingetragener Verein, der im Bündnis mitwirkt, stellt den Förderantrag. Außerdem muss das zu fördernde Vorhaben ein neues Projekt sein, das am 1. Oktober startet. "Ist doch ganz einfach: Am 30. September endet der Deutschkurs für Anfänger und am 1. Oktober beginnt der Kurs für Fortgeschrittene", erläuterte der SPD-Landtagsabgeordnete Henning Homann, wie das Roßweiner Bündnis Fördergeld für den Deutschunterricht bekommen kann.

 

"Da muss man pfiffig sein", sagte Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD), die gestern in Roßwein die neuen Förderprogramme für Kommunen wie etwa Landkreise, Städte und Gemeinden sowie Willkommensbündnisse vorstellte. In beiden Töpfen sind jeweils 1,7 Millionen Euro. Nicht nur Roßweiner kamen, um sich das anzuhören, sondern auch Bürgermeister aus der Region. Aus der Kreisstadt waren Jörg Höllmüller, der als Geschäftsbereichsleiter im Landratsamt ständig mit der Asylfrage zu tun hat, und Mittelsachsens Ausländerbeauftragte Annett Schrenk angereist. Ebenso das Ehepaar Dr. Ruth und Johannes Kretzer, die sich in Freiberg ehrenamtlich um Asylbewerber kümmern und zum Beispiel Deutschkurse geben, wie es Ruth Kretzer tut. Mit Fragen löcherten auch die Vertreter der Bündnisse die Ministerien, etwa Sophie Spitzner (Roßwein) und Judith Schilling (Döbeln).

 

"Ich kenne es aus meiner Zeit als Kommunalpolitikerin: Eine Integration gab es bisher nicht", sagte Ministerin Köpping, die bis 2001 Bürgermeisterin von Großpösna und von 2001 bis 2008 Landrätin des Kreises Leipziger Land war. Sie verwies auf die Summe, die der Freistaat bis zum Wiedereintritt der SPD in die Regierung jährlich für die Integration ausgegeben hat: 173 000 Euro.

 

Wer jetzt in den Genuss des Fördergeldes kommen will, muss bis zum 30. September seinen Antrag stellen. Doppelförderung ist ausgeschlossen. Auch Vorhaben, die schon begonnen haben sind nicht förderfähig. Der Eigenanteil beträgt zehn Prozent. Petra Köpping schließt nicht aus, dass der Freistaat das Förderprogramm aufstockt, auf jeweils zweieinhalb Millionen Euro.

 

Henning Homann hört angesichts dieser Nachrichten schon wieder die einfachen Argumentierer, dass den Ausländern wieder alles vorne und hinten reingesteckt würde. Darum verdeutlicht er die Relationen: "Wir geben in den nächsten Jahren eine halbe Milliarde Euro für die Kindertagesstätten aus."

Dirk Wurzel

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