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Döbeln Wintermüde Besucher stürmen das Kloster Buch
Region Döbeln Wintermüde Besucher stürmen das Kloster Buch
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16:31 19.02.2017
Christof Reichelt drechselt eine Schale. Quelle: Olaf Büchel
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Klosterbuch

Die offizielle Saisoneröffnung im Kloster Buch ist erst am 2. April mit einem Frühlingskonzert. Doch die Winterpause neigt sich schon jetzt dem Ende zu. Ab März ist die Klosteranlage wieder regulär geöffnet und die ersten Veranstaltungen locken Besucher an. Den Auftakt bildete am Sonntag der Kunst- und Handwerkermarkt.

Die Menschen sehnen den Rückzug des Winters und den Osterspaziergang herbei. Das war am Wochenende ganz deutlich in Klosterbuch zu spüren. Die Sonne schien schon fast frühlingshaft und viele packten die Gelegenheit beim Schopfe. So war der Parkplatz am Ortsrand gleich neben dem neuen Hochwasserschutz-Deich fast bis auf die letzte Stellfläche gefüllt. Groß und klein strömten zu Hunderten, begleitet vom Gezwitscher der ebenfalls wintermüden Vögel, den Klostermauern zu. Dort hatten 28 Handwerker, Kunsthandwerker, Händler und Aussteller ihre Stände aufgebaut. Es gab viel zu sehen, Neues kennenzulernen und natürlich eine ganze Menge zu kaufen.

„Die Leute dürstet danach, ihre Häuser zu verlassen. Sie wollen etwas unternehmen und suchen sich Ziele. Unser Kunst- und Handwerkermarkt ist da eine gute Gelegenheit“, freute sich Rica Zirnsack vom Förderverein Kloster Buch über den großen Zuspruch gleich beim ersten Angebot des Jahres. „Wir haben von Freunden erfahren, dass die Märkte in Klosterbuch immer sehr vielseitig und deshalb so beliebt sein sollen. Jetzt haben wir uns selbst aufgemacht, um zu testen, ob das stimmt“, sagte Robert Schnerkel, der mit seiner fünfköpfigen Familie aus dem erzgebirgischen Annaberg-Buchholz angereist war.

Gleich hinter dem Eingang konnten die Gäste zum ersten Mal verweilen. In der Klosterschmiede zeigte Andreas Vogel, wir hartes Eisen mit Hilfe von glühendem Schmiedekoks und kräftigen Hammerschlägen gefügig gemacht werden kann. Gerade hatte er das Drechseleisen eines Besuchers in der Mache. „Viele kennen die Schmiede schon. Sie kommen mit ihren Meißeln und Äxten und bitten um Reparaturen. Was wir machen können, machen wir“, erklärte Andreas Vogel, der eigentlich gelernter Maurer ist, aber schon seit fast 20 Jahren als Klosterschmied und Fördervereinsmitglied tätig ist. Beim jährlichen Besiedlungszug stellt er seine Schiedefähigkeiten ebenfalls zur Verfügung – dann gehört er zu den „rückwärtigen Diensten“, wie Vogel selbst sagt.

Im großen Stallgebäude herrschte indes Gedränge an den vielen Ständen: Schmuck, Keramik, Textilien, Pelzwaren, gravierte Gläser, Holzkunst – die Vielfalt war riesig. Susanne Reichelt und ihr Mann Christof waren zum ersten Mal auf einem Klosterbucher Markt. Sie betreiben den Holzshop Mamitschka in Nieder Seifersdorf in der Lausitz und stellen dafür Schmuck, Spielwaren, Knöpfe und Dekoration selbst her. Wie das auch ganz ohne Strom geht, zeigte Christof Reichelt an einer Drechselbank, die mit einem Fußpedal und seiner Beinkraft angetrieben wird. „Vom Mini-Holz-Ohrstecker bis zur Gartenbank machen wir alles, was der Kunde begehrt“, sagte Susanne Reichelt. Der Handwerkermarkt im Kloster Buch gefällt ihr. Obwohl nach ihrer Einschätzung das Geld der Besucher noch etwas lockerer sitzen könnte.

Für Essen und Trinken ist das bekanntlich der Fall. Und so hatte Rica Zirnsack mit ihren Mitstreiterinnen am Tresen alle Hände voll zu tun, um immer heiße Wiener und saure Fischbrötchen anbieten zu können. Für den Förderverein Kloster Buch war es ein gelungener Auftakt des Jahres 2017. Am 11. März gibt es dann den ersten Bauernmarkt. Und für besagtes Frühlingskonzert, das am 2. April, 15.30 Uhr, ein Benefizkonzert des Leipziger Ärzteorchesters ist, sind ab März die Karten im Kloster erhältlich.

Von Olaf Büchel

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