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Wo der süße Weihnachtsmann herkommt

Wo der süße Weihnachtsmann herkommt

Leser Uwe Hessel, Experte der Schokoladenindustrie, Diplom-Ingenieur und Verfasser einer Chronik über die Schokoladenfabrik Elbflorenz, wies darauf hin, dass "Berggold" in Thüringen und "Bergland" in der Oberlausitz ihren Standort haben.

Nunmehr war ich, der Autor der Schokoladengeschichten, neugierig und ging auf Spurensuche.

Roland Berger gründete "Berggold" mit Firmensitz in Pößneck. Von ihm stammt der Firmenname. Die Weinbrandbohnen mit Alkohol waren schon zu DDR-Zeiten lecker, doch schwierig zu bekommen. Heute kommen viele Adventskalender mit den Süßigkeiten aus diesem thüringischen Betrieb.

"Bergland", mit Standort Niederoderwitz, war und ist für die aus feinster Zartbitter-Schokolade hergestellten Schokoladen-Eierbecher bekannt. Diese Becher tragen noch heute den Namen "Bergland". Zudem war Bergland der einziger DDR-Produzent von Schokoladenhohlfiguren (so auch Weihnachtsmänner). Seit 20 Jahren ist der Betrieb in Oderwitz privatisiert. Die Kathleen-Schokoladenfabrik stellt Sonderprodukte her, so einen 80 Zentimeter hohen, 2,5 Kilogramm schweren Riesenweihnachtsmann. Derzeit produziert die Firma fleißig Osterhasen. Der größte Hase bringt drei Kilo auf die Waage. Die Hohlfiguren aus der Oberlausitz werden in über 50 Länder exportiert. Sehr viel Schokolade kam aus der Region Dresden. Jordan & Timaeus war die erste Schokoladenfabrik in Sachsen überhaupt.

Süßwarenfabriken waren einst auch in Döbeln und Nossen ansässig.

Rund um Leipzig blühte ebenfalls das Schokoladengeschäft. Es gab Fabriken in Eilenburg, und Delitzsch. Wilhelm Felsche zählt zu den ersten Schokoladenfabrikanten in Leipzig, später VEB Goldeck.

Die älteste noch existierende und funktionierende Schokoladenfabrik auf dem Territorium Mitteldeutschlands befindet sich in Halle (Saale). Hier wurden zur Herstellung des braunen Goldes ehemals Dampfmaschinen benutzt. Sie schufen die Voraussetzungen für die industrielle Fertigung. Hervorgegangen ist die Fabrik aus einer Konditorei. Berühmt wurden die Halloren-Kugeln. Ein Rundgang durch das Schokoladenmuseum ist interessant, wissenswert und unterhaltsam.

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