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Döbeln Wohnhaus in Kattnitz wird verkauft
Region Döbeln Wohnhaus in Kattnitz wird verkauft
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14:10 21.02.2018
Das kommunale Wohnhaus in der Rittmitzer Straße in Kattnitz steht zum Verkauf. Quelle: Sven Bartsch
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Ostrau

Der kommunale Wohnungsbestand ist ein zuletzt wenig beackertes Feld in der Gemeindepolitik. Unter anderem sechs Wohnblöcke an der Oschatzer Straße gehören der Gemeinde, ebenso wie zwei Blöcke an der Güterbahnhofstraße in Ostrau und ein Mehrfamilienhaus in Kattnitz an der Rittmitzer Straße. Echte Investitionen hat es in den Gebäudebestand in den vergangenen Jahren nicht gegeben, dafür alle notwendigen Reparaturen und die Sanierung leer gezogener Wohnungen.

Doch Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) hat längst Pläne im Kopf, den Wohnbestand der Gemeinde aufzuwerten. Im Blickpunkt stehen dabei die Wohnhäuser an der Oschatzer Straße. Doch für eine umfassende Sanierung müsste eine Menge Geld in die Hand genommen werden. Förderprogramme gibt es für Wohnungssanierungen so gut wie keine. Pflichtaufgabe sind die kommunalen Wohnungen für die Gemeinde auch nicht, dennoch bringen sie dank niedriger Leerstandsquote jedes Jahr einen sechsstelligen Gewinn in die Gemeindekasse.

Um mit der Sanierung beginnen zu können, strebt die Verwaltung nun an, sich von einzelnen Objekten zu trennen und den Erlös zu investieren. Dem Verkauf des ersten Objektes hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Für das Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen in Kattnitz hat das Sachverständigenbüro Zemmrich aus Waldheim einen Wert von 120 700 Euro ermittelt. Zugleich ergab das Gutachten einen Investitionsstau von 72 000 Euro. Ein Verkauf des 1330 Quadratmeter großen Grundstücks, auf dem auch ein Nebengebäude, eine Privatgarage und PKW-Stellflächen zu finden sind, wäre für die Gemeinde demnach ein gutes Geschäft.

Dieses abzuschließen, soll zunächst in Eigenregie der Kommune erreicht werden. „Es stand die Frage, geben wir es in eine Versteigerung ein – dann hätte bundesweit Jeder Zugriff. Oder steuern wir es so, dass einheimische Firmen oder Hauskäufer Zugriff haben“, erklärte Schilling. Die Gemeinde sei ein gebranntes Kind was Verkäufe durch Treuhand oder BVVG in der Vergangenheit angeht. Bernds Gut nannte Schilling als Beispiel, wo der ausländische Käufer nicht mehr auffindbar sei.

Daher wolle man die Sache in Selbstvermarktung angehen, zumal dann der Höchstpreis nicht das Entscheidende sei, sondern wer das Gebäude übernimmt. Dafür hat die Kommune nun bis Ende März 2018 Zeit. Sollte bis dahin kein Käufer gefunden worden sein, wird der Verkauf in die Hände eines Maklers gelegt. Der Schätzpreis gilt dabei als Untergrenze für Angebote. Für die Mieter werde sich auch bei einem Verkauf nichts ändern, versicherte Schilling.

Von Sebastian Fink

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