Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Döbeln Wohnungen in Ostrau werden bezogen – keine Flüchtlinge für Jahna
Region Döbeln Wohnungen in Ostrau werden bezogen – keine Flüchtlinge für Jahna
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:02 19.02.2016
Bürgermeister Dirk Schilling (CDU), erwartet die ersten Flüchtlinge in der Ostrauer Thälmannstraße Ende März.  Quelle: Natasha Allner (Archiv)
Anzeige
Jahna/Ostrau

 Im früheren Pfarrhaus Jahna werden keine Flüchtlinge einziehen. Die Gesellschaft für Strukturentwicklung und Qualifizierung (GSQ), die die Unterbringung von Asylsuchenden im Landkreis Mittelsachsen managt, verzichtet auf die Anmietung von fünf Wohnungen. „Sie werden nicht angemietet. Das Landratsamt sieht derzeit die Notwendigkeit nicht“, bestätigte Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Offenbar werde die Aufnahmequote der Gemeinde mit 66 Asylsuchenden vorerst nicht erreicht und auch nicht benötigt.

Reinhard Mehnert, Pfarrer der Kirchgemeinde Jahnatal, hatte die fünf Wohnungen monatelang vorgehalten und auf die Bestätigung eines bereits ausgehandelten Mietvertrages gewartet. GSQ-Vertreter hatten beim Vor-Ort-Termin am 27. Oktober des vergangenen Jahres noch das Weißen der Wände und neuen Fußbodenbelag gefordert. Dem war Mehnert nachgekommen. Doch von der GSQ war seither nichts mehr zu hören, obwohl sie sich zeitgleich um Wohnungen direkt in Ostrau bemühte. In der Zwischenzeit musste Pfarrer Mehnert zwei Anfragen für die reservierten Wohnungen ablehnen. Dies zwang die Kirchgemeinde nun zum Handeln, um keine Verluste durch fehlende Mieteinnahmen zu erleiden. „Die Kirchgemeinde hat da Druck gemacht, nachdem sich die Sache längere Zeit in einem Schwebezustand befunden hat“, sagte Schilling stellvertretend für den im Urlaub befindlichen Pfarrer. „In eine Wohnung ziehen jetzt deutsche Staatsbürger ein“, so Schilling weiter.

Anders sieht es in der Ostrauer Ernst-Thälmann-Straße aus. In den im Volksmund „U“ genannten Block mit den Hausnummern 12, 14, 16 und 18 werden von der GSQ acht Wohnungen angemietet. „Die Mietverträge sind unterwegs oder sogar schon geschlossen“, sagte Schilling. Dass die Wohnungen zeitnah belegt werden, glaubt das Gemeindeoberhaupt aber nicht. „Sie müssen erst noch eingerichtet werden und die GSQ hat uns bereits informiert, dass es damit etwas dauern kann. Andererseits haben sie deutlich gemacht, dass sie keine Wohnung anmieten, um sie dann ein halbes Jahr leer stehen zu lassen.“

Daher rechnet der Bürgermeister frühestens Ende März mit dem Einzug der ersten Asylsuchenden. Dann wolle er sich auch mit Kirchgemeinde, Sportverein und anderen Institutionen zusammensetzen, um ein Willkommensbündnis auf die beine zu stellen, das sich an den Interessen der Flüchtlinge orientiert. „Wir müssen erstmal sehen, wer da kommt, ob Familien oder junge Männer. Darauf werden wir uns einstellen“, sagte Schilling.

Von Sebastian Fink

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Verkaufswagen der regionalen Bäckerei „Unser Bäcker“ werden auch künftig im Umfeld der beiden Lidl-Märkte in Döbeln-Ost und in der Schlachthofstraße stehen. „Wir werden auch künftig die Kunden in diesen gut frequentierten Bereichen der Stadt mit handgemachten, handwerklich hergestellten Backwaren versorgen können.“ so Geschäftsführerin Rommy Schumann.

18.02.2016
Döbeln Glühwürmchenführung auf Burg Mildenstein - Leuchtende Nachtschwärmer auf der Burg Mildenstein

Im Dunkeln durch die Burg wandern, Glühwürmchen basteln und spannenden Geschichten lauschen. Am Abend des 16. Februar führte Sabine Rötzsch vom Burgmuseum die kleinen und großen Besucher der Glühwürmchenführung von 17-19 Uhr durch die Burganlage und auf den Turm. Das begeisterte die kleinen und großen Gäste.

18.02.2016

Kopfschütteln in der Erstaufnahmeinrichtung in Döbeln: Unbekannte haben am Donnerstagabend das Asylheim auf dem ehemaligen Autoliv-Gelände mit Hakenkreuzen beschmiert. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

18.02.2016
Anzeige