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Döbeln Wolfgang Enke gewinnt 8. Mitteldeutschen Historikerpreis
Region Döbeln Wolfgang Enke gewinnt 8. Mitteldeutschen Historikerpreis
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22:02 15.12.2011
Wolfgang Enke (2.v.r.) hat mit seiner Arbeit die Jury mit Prof. Manfred Straube (r.), Brauereichef Wolfgang Welter (2.v.l.) und Maik Reichel (l.) überzeugt. Quelle: Westend

131 Bewerbungen, so viele wie noch nie, hat die Jury im Rahmen des 8. Mitteldeutschen Historikerpreises "Ur-Krostitzer Jahresring" bewertet. Und der Hauptpreis ging diesmal ins Altenburger Land: Mit seiner Arbeit "Wichtige Ereignisse im Herzogtum Sachsen-Altenburg in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts" überzeugte Wolfgang Enke aus Gödern die Jury am meisten.

Er habe ein bisher wenig betrachtetes mitteldeutsches Territorium in den Mittelpunkt seiner Ausarbeitung gestellt, heißt es in einer Pressemitteilung. "Die detailgetreue Darstellung des Herzogtums Sachsen-Altenburg schließt eine erhebliche Lücke in der Landesgeschichte Thüringens. Sie verdient vor allem deshalb Anerkennung, weil sie den Blick über das viel beachtete Großherzogtum Weimar-Eisenach hinaus wirft", beurteilte der Juryvorsitzende Prof. Manfred Straube.

Bei der Preisverleihung gestern in Leipzig konnte Wolfgang Enke, der OVZ-Lesern auch als Autor historischer Beiträge vor allem über die Widerstandsgruppe an der Altenburger Karl-Marx-Oberschule in den 1950er-Jahren bekannt ist, den Hauptpreis von 1500 Euro und eine goldene Nachbildung des Rings von Schwedenkönig Gustav II. Adolf entgegennehmen.

3000 Euro Preisgeld teilten sich die Gewinner der sechs verschiedenen Themenkategorien. 500 Euro gingen an den Gewinner des Jugendsonderpreises.

"Das nicht abreißende Interesse an unserem Wettbewerb, ja sogar ein Anstieg der Bewerberzahlen, verdeutlicht uns, dass sich der Ur-Krostitzer Jahresring etabliert hat und eine geschätzte Plattform ist", sagte Wolfgang Welter, Geschäftsführer der Krostitzer Brauerei, während der Preisverleihung im Leipziger Panorama Tower. "Die Freizeit-Historiker arbeiten meist unbeachtet und ohne finanzielle Unterstützung akribisch die Geschichte Mitteldeutschlands auf. Dieses Engagement wollen wir öffentlich würdigen und bestärken."

Weitere Auszeichnungen gingen unter anderem an Freizeit-Historiker aus Leipzig, Sangerhausen, Erfurt, Weißenfels, Magdeburg und Döbeln. Die Themen der prämierten Arbeiten reichen dabei von der kunstgeschichtlichen Darstellung Leipziger Friedhöfe und der Geschichte des Sangerhäuser Berg- und Hüttenwerkes bis zu einer Dokumentation über Gefallene und Vermisste des Zweiten Weltkrieges, die Nachbildung historischer Ereignisse in Dioramen, das Unikat einer Rechenmaschine, die Erforschung des Schicksals jüdischer Familien und Beiträgen zur Braunkohlenindustrie Mitteldeutschalnds oder der Geschichte eines Plattenwerks in Halle.

Günter Neumann

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