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Döbeln Zähneputzen in Waldheim, Kunst und Kuchen in Döbeln
Region Döbeln Zähneputzen in Waldheim, Kunst und Kuchen in Döbeln
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00:29 16.05.2018
Museumschefin Katja Treppschuh zeigt den Besuchern ein Stück Miswak-Zweig vom Zahnbürstenbaum. Quelle: Sven Bartsch
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Döbeln/Waldheim

Beide städtische Museen zeigten nicht nur das Gewohnte, sondern boten Führungen an und unterbreiteten besondere Mitmachangebote.

Die Vielfalt macht’s in Döbeln

Sehr zufrieden mit dem Zuspruch zeigte sich Kathrin Fuchs vom Döbelner Stadtmuseum schon eine Stunde nach Eröffnung. „Trotz des schönen Wetters haben schon viele Besucher den Weg zu uns gefunden. Gewiss spielt die große Vielfalt dessen, was geboten wird, eine Rolle“, vermutet Fuchs. So bestand letztmalig Gelegenheit, sich die Sonderausstellung „Aus der Eierbecherei“ von Christiane Hasenwinkel anzuschauen. In die heimischen Vitrinen kommen die 2000 Eierbecher nach Abbau erst einmal nicht. „Im Oschatzer Waagemuseum soll meine Sammlung ebenfalls zu sehen sein. Bis dahin lassen wir die Becher eingewickelt in Kisten“, sagte Hasenwinkel.

In der offenen Kunstwerkstatt konnten sich die Gäste unter Anleitung der Malerin Olga Scheck darin versuchen, kreative Collagen aufs Papier zu bringen. Gleich nebenan das Museums-Café, das die Frauen des Heckel Freundeskreises nicht nur liebevoll betreuten, sondern für das sie auch leckeren Kuchen gebacken hatten. Wer wollte, der konnte sich die Ergebnisse der diesjährigen Jungend-Kunst-Werkstatt anschauen. Für die Ohren gab’s dazu coole Gitarrenklänge von Dietmar Kademann.

Gästeführer überrascht Mütter mit Sekt

Mit einem Glas Sekt zum Muttertag überraschte zunächst Albrecht Bergmann alle Mütter unter den Besucherinnen des Stadt- und Museumshauses Waldheim. Mit einem „Wohl bekomm’s“ überreichte der ehrenamtliche Gästeführer den spritzigen Trunk. „Das ist ja mal eine schöne Überraschung“, freute sich Bärbel Weißig über diese Begrüßung. Die Waldheimerin, die mit ihrem Mann zur ersten Führung des Tages gekommen war, ist Mutter von drei Kindern.

Albrecht Bergmann führte die Gäste durchs ganze Haus, zeigte die Kolbe-Schau in der ersten Etage und die Stadtgeschichte(n) im Obergeschoss. Als ein Nachfahre von Adolph Heinrich August Bergmann ging er natürlich auf den Erfinder der Zahnseife und den Gründer der Waldheimer Parfümerie und Toilettenseifenfabrik A.H.A. Bergmann ein. Dieser hatte sich zunächst mit Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln beschäftigt. „A.H.A. Bergmann dachte sich dann: Warum nicht die Erfolge gegen Acker-Schädlinge auf menschliche Schmarotzer übertragen“, berichtete Albrecht Bergmann.

Zum Thema Zahnhygiene hatte sich Museumsleiterin Katja Treppschuh noch etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie besorgte übers Internet einige Zweige des Zahnbürstenbaumes. Diese Stücke, Miswak genannt, sind die traditionelle arabische Form der Zahnbürste. Museumsbesucher die sich trauten, konnten sich einmal auf ganz ungewohnte Weise die Zähne putzen, mussten vorher solange auf dem Zweig herumkauen, bis er fasrig wurde. Miswak enthält natürliche Wirkstoffe für die Gesundheit der Zähne und der Mundschleimhaut, wie Fluorid, Silikat, Calcium und Tannine. Treppschuh: „Diese historische Form des Zähneputzens wird auch Bestandteil des museumspädagogischen Projektes des Stadt- und Museumshauses sein, also zum Beispiel bei Führungen für Schulklassen mit angeboten.“

Von Olaf Büchel

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