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Zaschwitzer kämpfen um ihren Gasthof

Verein will Torhaus erhalten Zaschwitzer kämpfen um ihren Gasthof

Das Torhaus des Gasthofs Zaschwitz ist im jetzigen Zustand eine Gefahr für Fußgänger und Autofahrer. Die im Verein Landjugend Großweitzschen organisierten Anwohner wollen es als Wahrzeichen des Ortes unbedingt erhalten. Der Gemeinderat befürwortet eine Kostenschätzung für die Sanierung bzw. Sicherung.

Das Torhaus des Gasthofs in Zaschwitz ist baufällig. Das Dach wurde bereits gesichert, doch der Putz bröckelt.

Quelle: Sven Bartsch

Zaschwitz. Regelmäßig wechselt der Großweitzschener Gemeinderat seinen Veranstaltungsort, um über Probleme und Gegebenheiten im Gemeindegebiet auf dem Laufenden zu bleiben. Wie wichtig dies ist, zeigte sich bei der ersten Sitzung nach der Sommerpause am Dienstagabend im alten Gasthof Zaschwitz. Denn um genau dieses ortsbildprägende Gebäude regen sich die Gedanken vieler Anwohner wie Simone Burkert vom Verein Landjugend Großweitzschen, die das Gebäude unbedingt erhalten wollen. Seit rund eineinhalb Jahren kümmert sich der Verein um die schrittweise Sanierung und hat unter dem Festsaal im Erdgeschoss einen großen Veranstaltungsraum mit Nebenzimmer für Catering sowie den Eingangsbereich auf Vordermann gebracht.

Im neu gestalteten Raum fand auch der Gemeinderat einen passenden Rahmen für seine Sitzung, zu der Simone Burkert und weitere Mitstreiter wie der äußerst engagierte Thomas Rändler gekommen waren. Sorgen macht den 33 Vereinsmitgliedern das Torhaus, dessen Dach bereits notdürftig gesichert werden musste, aber zur Straße hinaus immer noch eine Gefahr darstellt. „Draußen laufen Leute vorbei und da dürfen keine Dachziegel oder Putz herunterfallen“, sagte Rändler.

Gasthof ist Wahrzeichen des Ortes

Simone Burkert wandte sich direkt an Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos) und die Gemeinderäte mit der Bitte, zumindest eine Kostenschätzung für die Sanierung in Auftrag zu geben. „Bei der Übernahme haben wir als Ziel herausgegeben, die noch stehenden Teile des Gutes zu erhalten. Es ist ein Wahrzeichen des Ortes und wir haben viel Eigeninitiative und Freizeit investiert“, sagte Burkert, die auch die Bedeutung für die heutige Anwohnerschaft hervorhob: „Jung und Alt sind zusammengerückt. Die Leute wollen sich treffen, miteinander reden.“

Bürgermeister Fleischer – selbst Mitglied im Verein – lobte das Engagement, wies aber zunächst darauf hin, dass Geld für eine Kostenschätzung im aktuellen Haushalt nicht vorgesehen sei. „Wir würden das Gebäude lieber wenigstens für fünf bis zehn Jahre erhalten, als es jetzt abzureißen“, insistierte Simone Burkert, die auch Fördermittel ins Spiel brachte. „Wir könnten eine gutachterliche Schätzung vornehmen lassen, aber was da rauskommt, wird nicht wenig sein. Und der Denkmalschutz ist im Ausreichen von Fördermitteln eher knauserig“, sagte Fleischer.

Geld für eine Kostenschätzung sei im aktuellen Haushalt nicht vorgesehen , sagt Bürgermeister Ulrich Fleischer

Geld für eine Kostenschätzung sei im aktuellen Haushalt nicht vorgesehen , sagt Bürgermeister Ulrich Fleischer

Quelle: Allner

Dessen Stellvertreter und Gemeinderatsmitglied, Jörg Burkert, ist zugleich Vorsitzender des Vereins und schaltete sich ebenfalls in die Diskussion ein. „Die Toreinfahrt sollte gemacht werden. Wichtig ist, dass es sicher ist. Das Gebäude vorn ist derzeit abrissreif, wir machen uns da keine Illusionen. Aber der überdachte Bogen sollte erhalten bleiben, vielleicht so ähnlich wie bei der Gaststätte in Technitz“, schlug er vor.

Letztlich waren sich Bürgermeister und Ratsmitglieder darin einig, eine Kostenschätzung aufstellen zu lassen. Danach könne man Schritt für Schritt entscheiden, welche Teile des einstigen Vierseithofs zur Sanierung für die Gemeinde zu stemmen sind.

 

Von Sebastian Fink

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