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Ziegra nun zu Döbeln: Eingemeindung gelungen

Ziegra nun zu Döbeln: Eingemeindung gelungen

Das 20-jährige Bestehen der Gemeinde Ziegra-Knobelsdorf wollte Helga Busch in diesem Jahr eigentlich noch als Bürgermeisterin feiern. Doch es kam anders: Im 19. Jahr wurde Ziegra-Knobelsdorf geteilt.

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Helga Busch

Döbeln/Ziegra. "Ich bin zwar schon 40 Jahre verheiratet, aber das Wort Ehe mag ich in dem Zusammenhang nicht", sagt Helga Busch. Doch wie in einer guten Ehe hat das Zusammenspiel der neuen Ortsteile Limmritz, Ziegra, Forchheim, Töpeln, Schweta, Pischwitz, Stockhausen und Wöllsdorf mit der Großen Kreisstadt Döbeln gut funktioniert. Helga Busch lobt vor allem die Kommunikation in der Verwaltung und wie sie als Ortsvorsteherin von Anfang an mit einbezogen wird. Das sei im Gegensatz zur Kommunikation mit der Waldheimer Verwaltung in Döbeln beispielhaft. An jedem Montagvormittag sitzt Helga Busch bei den Dienstberatungen aller Döbelner Fachbereiche mit dem Oberbürgermeister mit am Tisch. Die ehrenamtliche Ortsvorsteherin hatte sich den Montag zwar eigentlich mal als freien Tag ausgesucht. Doch die regelmäßigen Dienstberatungen im Döbelner Rathaus sind ihr sehr wichtig. "Ich bin dadurch immer gut informiert und lernte zudem in kürzester Zeit alle Ansprechpartner in den Rathausabteilungen kennen", sagt sie. Sehr positiv aufgefallen ist ihr dabei auch, dass die Mitarbeiter aller Bereiche des Rathauses die neuen Ortsteile ganz selbstverständlich in ihre Aufgabenbereiche übernommen haben. Besonders beim Juni-Hochwasser war das sehr deutlich. "Die Leute aus dem Döbelner Bauamt waren an den Brennpunkten in unseren Ortsteilen, bevor ich da war und kümmerten sich. Auch die Integration unseres Bauhofes und seiner Aufgaben unter dem Dach des Döbelner Baubetriebsamtes lief aus meiner Sicht reibungslos. Mit Michael Thürer aus dem Sportamt haben wir auf seine Initiative hin, unsere Spielplätze besichtigt, die nun in seine Zuständigkeit fallen", schildert Helga Busch. Auch die Stadtratsfraktionen von CDU und SPD hielten Beratungen in den Ortsteilen ab, um diese besser kennenzulernen.

Die 100 000 Euro Eingemeindungsprämie vom Land kommen komplett den neuen Ortsteilen zugute. 300 000 Euro Plus haben die Ortsteile mit in die Ehe nach Döbeln gebracht. Es habe mit den Döbelner keinerlei Diskussionen gegeben, dass dieses Geld auch für die neuen Ortsteile eingesetzt wird. Wie das Geld investiert wird, dabei räumt der Eingemeindungsvertrag mit Döbeln den Ortschaftsräten fünf Jahre lang ein Mitspracherecht ein. Deshalb empfindet es Helga Busch in diesem Jahr zu den Kommunalwahlen besonders wichtig, dass der Ortschaftsrat aus allen Ortsteilen gut besetzt ist und, dass auch Kandidaten aus den neuen Ortschaften für den Stadtrat kandidieren.

Alle Vorhaben sind indes noch nicht abgearbeitet. Das liege aber am Hochwasser im Juni. Das habe ein paar Prioritäten in der Stadt Döbeln verschoben. Das sei auch in Ordnung, zeigt Helga Busch Verständnis. Die Ergänzung der Spielplätze in Ziegra und Limmritz und Straßenbau stehen etwa 2014 an. Zu ihrer Aussage vor der Eingemeindung, dass sie kein Freund großer Einheiten ist, steht Helga Busch noch immer. Abgerechnet werde nach einem längeren Zeitraum. Zudem sei die finanzielle Mitsprache der Ortsteile auf fünf Jahre begrenzt. Dennoch sieht sie nach dem ersten Jahr für die neuen Döbelner Ortsteile alles andere als schwarz.

1994 hatten sich die Gemeinden Ziegra und Gebersbach-Knobelsdorf zusammengeschlossen. Helga Busch steht seit 1996 der Gemeinde zunächst als Amtsverweserin, ab 1997 bis 2004 als hauptamtliche und seit 2005 als ehrenamtliche Bürgermeisterin vor. Seit 2013 ist sie ehrenamtliche Ortsvorsteherin. Sowohl für den nach Döbeln als auch für den Waldheim eingemeindeten Teil der Gemeinde. Ihre Ihr Wahlperiode geht noch bis 2018.

 

-Kommentar Seite 13

Thomas Sparrer

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