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Döbeln „Zschaitz-Ottewig braucht keinen Imagefilm“
Region Döbeln „Zschaitz-Ottewig braucht keinen Imagefilm“
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10:00 30.12.2015
Immo Barkawitz im Bürgermeisterbüro. Quelle: Natasha Allner
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Zschaitz-Ottewig

Die Gemeinde Mochau geht per 2016 mit der Großen Kreisstadt Döbeln zusammen. Damit ist der Traum von der „Großen Landgemeinde“ wohl für alle Zeit vom Tisch. Dazu und zu anderen Themen sprach die DAZ mit dem Bürgermeister von Zschaitz-Ottewig im großen Jahresabschluss-Interview.

Was bedeutet die Fusion längerfristig für die Gemeinde Zschaitz-Ottewig?

Die Fusion von Mochau und Döbeln beschert der Gemeinde Zschaitz-Ottewig längerfristig eine Grenze mit der Stadt Döbeln.

Ein weiteres bewegendes Thema war und ist in diesem und dem kommenden Jahr die Unterbringung von Asylsuchenden in den Kommunen. Was sind die größten Herausforderungen dabei, wie sind diese zu meistern und ist dem Prozedere auch eine positive Seite abzugewinnen?

Die Herausforderung ist in erster Linie die Unterbringung – wo und durch wen auch immer dies geschieht. Wir können das als Kommune nicht meistern! Die Bundesregierung ist gefordert, klare Regelungen zur Eindämmung des Flüchtlingsstroms zu treffen.

Der Umgang mit dem Thema erfordert eine hohe Sensibilität: Ist es in den vergangenen Wochen und Monaten eher schwierig gewesen, Bürgermeister zu sein?

Nein.

Welche weiteren Herausforderungen hatte die Gemeinde 2015 zu bewerkstelligen? Zählen Sie bitte die Ihrer Meinung nach drei Wichtigsten auf.

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ostrau sind das die Erstellung der Eröffnungsbilanz; die Bearbeitung der Hochwasserschäden aus dem Jahr 2013 und die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur.

Was kommt auf die Kommune im neuen Jahr zu? Was sind die Hauptaufgaben?

Der Ausbau und die Instandhaltung der Rad-und Wanderwege sowie die Beseitigung der Hochwasserschäden.

Wann wird der neue Zschaitzer Trimm-Dich-Pfad uneingeschränkt nutzbar sein?

Nach der Beseitigung der Sturmschäden im Wald in Goselitz. Das Problem ist, dass zahlreiche Waldgebiete in privater Hand sind. Ich denke aber, dass die Strecke im Frühjahr 2016 nutzbar sein wird.

Zeichnen Sie bitte eine Zukunftsvision der Gemeinde Zschaitz-Ottewig für die nächsten 50 Jahre.

50 Jahre in der Kommunalpolitik voraus zu schauen, ist sehr gewagt! Sicher ist nur, dass ich dann nicht mehr Bürgermeister bin und Zschaitz-Ottewig noch immer im Jahnatal liegt.

Wie weit ist das Projekt gemeinsame Beschilderung des Jahnatalradweges gediehen?

Es geht schrittweise voran, derzeit werden Möglichkeiten der Förderung ausgelotet.

Würde ein Fernsehsender einen Imagefilm über die Kommune drehen wollen: Welchen Protagonisten und welchen Hauptschauort würden Sie Regisseur und Drehteam empfehlen? Beziehungsweise welche Gründe würden gegen die Aufnahmen sprechen und warum?

Zschaitz-Ottewig benötigt keinen Imagefilm. Es gibt viele kleine Dinge, die das Wohnen in der dörflichen Gemeinschaft lebenswert machen! Hierzu leisten eine Menge Bürger ihren Beitrag: im Verein, als Unternehmer oder einfach nur als guter Nachbar.

Neben all der ernsten Politik und Tagesbrisanz zum Abschluss noch ein paar lockere Fragen. Was hat der Zschaitz-Ottewiger Bürgermeister immer bei sich, wenn er morgens das Haus verlässt?

Wenn ich morgens das Haus verlasse, habe ich wie in Kinderzeiten ein Taschenmesser dabei.

Wann könnte am Stausee Baderitz die erste Strandbar eröffnen?

Da gibt es zwei Varianten: Es bleibt ein Traum oder täglich außer Dienstag, da hat die Herberge „Am Stausee“ ihren Schließtag.

Sie spielen bei den Alten Herren Fussball: Mit welcher Note würden Sie ihr sportliches Talent bewerten?

Ich spiele nur noch sehr selten! Talentiert war ich nicht unbedingt, mehr der harte Arbeiter.

Haben Sie ein Lieblingswetter. Wenn ja, welches? Und was wäre das Gegenteil davon?

Fünf Grad Celcius minus und leichter Schneefall als Kontrast zu 35 Grad und Sonnenschein.

Wie lange halten bei Ihnen zu Hause die Süßigkeiten von Ostern an?

Auf Grund meiner körperlichen Konstitution bringt der Osterhase wenig Süßes, und das reicht dann bis Ostermontag.

Gibt es eine spezielle Frage, die Sie in einem Interview unbedingt stellen würden oder hören möchten?

Im Leben werden so viele Fragen gestellt, da möchte man einige eher nicht mehr hören.

Von Natasha G. Allner

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