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Döbeln Zschaitz im Glück bei beschädigtem Gastank
Region Döbeln Zschaitz im Glück bei beschädigtem Gastank
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21:00 07.02.2018
Genau auf dem Gastank am Sportplatz Zschaitz (Hintergrund) landete eine Eiche während des Sturmtiefs Friederike. Quelle: Gemeinde Zschaitz-Ottewig
Zschaitz

Glück gehabt: Unter diesem Motto wertete der Zschaitzer Bürgermeister Immo Barkawitz die Bilanz der Schäden durch das Sturmtief Friederike am 18. Januar in seiner Gemeinde. Denn einerseits war niemand körperlich zu Schaden gekommen. Andererseits ging der größte materielle Schaden glimpflich ab.

„Die Eiche, die den Gastank am Sportplatz getroffen hat, war am schlimmsten. Gas ist entwichen und der Tank ist bis auf 60 Prozent leer geworden“, erklärte Barkawitz im Gemeinderat. Der Baum war mit voller Wucht auf den vollen Tank gestürzt und seitlich abgerutscht, wodurch das Gasventil abgerissen wurde. Inzwischen ist der Tank repariert und mit einem Rückschlagventil versehen, so dass künftig bei Unfällen kein Gas mehr entweichen kann.

Freier Blick durchs Bauhofdach

Doch auch anderswo in der Gemeinde gab es Schäden. Der Dachfirst des Bauhofes wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. „Da hatte man teilweise freien Blick nach draußen“, sagte Barkawitz und zeigte Fotos von abgerutschten Dachziegeln und Sonnenschein im Gebälk.

Das Dach des Gerätehauses der Kindertagesstätte Waldspatzen flog nicht nur weg, sondern landete auch zwischen parkenden Autos, wobei es eines der Fahrzeuge erheblich beschädigte. Das Spielehaus zerlegte der Sturm in seine Einzelteile. Auch das Haus in der Schulstraße 5 erlitt einen Schaden am Dach.

Zumindest ist die Kommune gut versichert. „Die Versicherung hat uns bestätigt, dass sie die Kosten übernimmt“, sagte Barkawitz. Wie hoch die Schäden zu beziffern sind, sei aber noch nicht klar.

Baumbesitzer in der Verantwortung

Den größten Teil macht durch den Sturm verursachter Holzbruch aus. In der Birnenallee und Kirschberg fielen reihenweise Obstbäume um. Ratsmitglied Ronny Gribowski, zugleich mit der Feuerwehr an jenem Tag zu 13 Einsätzen unterwegs, kritisierte die jeweiligen Baumbesitzer, die seiner Auffassung nach einige der alten Gehölze längst hätten ersetzen müssen.

„Müssen diese Bäume unbedingt stehen bleiben? Da muss man mit den Eigentümern mal reden. Bei jedem Wind sind wir zum Einsatz am Kirschberg. An der Birnenallee sind allein sieben Pflaumenbäume umgestürzt“, sagte er. Die Gemeinde prüft derzeit, inwieweit Kosten für die Feuerwehreinsätze auf Privateigentümer umgelegt werden können.

Gefährlich sei die Situation zudem am Damm von Zschaitz in Richtung Auterwitz. „Hier sind die Akazien in Richtung Straße gekippt. Mit dem Förster haben wir gesprochen. Das werden die ersten Bäume, die herausgeholt werden“, erklärte Barkawitz. Bis Mai sollen alle Holzschäden beseitigt sein, um dem Borkenkäfer die Nahrung zu entziehen.

Strommast hängt in Ottewiger Telefonleitung

Noch unbefriedigend sei die Situation in Ottewig. „Da hängt immer noch ein Strommast in der Telefonleitung. Wenn die reißt, hat Otzdorf kein Telefon“, gab Gemeinderätin Kerstin Konrad zu bedenken. Die Telekom habe bislang nur zwei Abspannungen ins angrenzende Feld geschlagen, was die versierte Baufachfrau nicht für eine geeignete Dauerlösung hält.

Gemeindemitarbeiterin Mandy Härtner hatte den Schaden bereits mehrfach beim Telefonanbieter gemeldet. „Aber dadurch arbeiten sie ihre Aufträge auch nicht schneller ab. Da müssen sich die Leute selbst bei der Telekom melden und Druck machen“, sagte Härtner.

Von Sebastian Fink

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