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Döbeln Zschaitzer Kriegerdenkmal wird saniert
Region Döbeln Zschaitzer Kriegerdenkmal wird saniert
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13:18 11.03.2018
Voller Moos und kaputter Fugen: Das Zschaitzer Kriegerdenkmal bekommt eine Frischekur. Quelle: Sven Bartsch
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Zschaitz

Gute Nachrichten hatte der Zschaitzer Bürgermeister Immo Barkawitz (Freie Wähler) jüngst in der Gemeinderatssitzung zu verkünden: „Wir haben eine Fördermittelzusage für die Sanierung des Kriegerdenkmals bekommen – insgesamt 20 000 Euro“, sagte er.

Seit Anfang 2016 hatte die Kommune auf den Bescheid gewartet. Einige Spenden waren zudem aus der Bevölkerung eingegangen. Dafür geht nun alles fast ein wenig zu schnell. „Wir haben nur bis August Zeit, die Fördermittel abzurechnen. Das wird sportlich. Daher werden wir das mit dem Ostrauer Bauamt gemeinsam anschieben“, erklärte Barkawitz. Zusammen mit dem Verwaltungspartner sollen die Arbeiten schnellstmöglich ausgeschrieben werden. Dann müssen Angebote verglichen und der Auftrag vergeben werden, so dass im Frühjahr gearbeitet werden kann, sobald das Wetter es zulässt.

Umfangreichere Arbeiten als geplant

Der Zeitdruck entsteht auch deshalb, weil die Arbeiten am Denkmal, das einst für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet wurde, umfangreicher ausfallen als ursprünglich gedacht. „Unsere Idee war mal: Die alte Fuge raus, abstrahlen, neue Fuge rein, fertig“, erklärte Barkawitz. Jetzt soll laut Fördermittelstelle viel aufwändiger gearbeitet werden. Auch die Gräber, die unterhalb des Denkmals für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs angelegt wurden, gehören nun zum Projekt. Sie sollen neu eingefriedet und die Grabsteine gereinigt werden.

Auch die Gräber der Gefallenen des Zweiten Weltkriegs werden erneuert und bekommen eine neue Einfriedung. Quelle: Sven Bartsch

Dadurch entstand auch die hohe Summe im Vergleich zu den einst geplanten rund 6000 Euro Sanierungskosten. Nicht inbegriffen sein wird dagegen der Weg der hinauf auf den Kirchberg führt, auf dem das Denkmal an der Kreuzung zur Hauptstraße steht.

Großweitzschen und Rittmitz schon saniert

Mit der Sanierung reiht sich die Gemeinde Zschaitz-Ottewig in die Reihe der Gemeinden in der Region ein, die seit 2014 anlässlich des 100. Gedenkens an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs Kriegerdenkmäler mit Hilfe von Fördermitteln und Spenden aus der Bevölkerung sanieren lassen konnten.

Das Großweitzschener Kriegerdenkmal wurde schon 2016 aufwändig instand gesetzt. Gleiches gilt für das Denkmal in Rittmitz, welches mit Hilfe der Firma Stahlbau Lüttewitz erneuert wurde, die einen wetterfesten Metallrahmen um den Stein schmiedete. In Wetterwitz bekam das Kriegerdenkmal schon 2015 eine Frischekur verpasst.

Von Sebastian Fink

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