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Döbeln Zschepplitzer Hochbehälter wird abgerissen
Region Döbeln Zschepplitzer Hochbehälter wird abgerissen
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00:21 21.09.2017
Der Abriss des Zschepplitzer Hochbehälters läuft bereits. Bis Ende des Monats soll die neue Kompaktanlage geliefert werden. Quelle: Sven Bartsch
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Zschepplitz

Noch in diesem Monat verschwindet der alte, aus den 1930er Jahren stammende Hochbehälter zur Trinkwasserversorgung aus Zschepplitz. „Wir sanieren den Behälter nicht, weil das wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre, und wir bauen auch keinen neuen“, verkündet Detlef Bull, Bereichsleiter Trinkwasser in der Niederlassung Döbeln der Oewa Wasser und Abwasser GmbH, die sich für den Wasserverband Döbeln-Oschatz ums Trinkwasser in der Region kümmert. Stattdessen soll eine neue Kompaktanlage errichtet werden, die dem Stand der Technik entspricht und die zuverlässige Trinkwasserversorgung der Zschepplitzer auch in Zukunft sichert. Rund 100 000 Euro kostet das Vorhaben.

Tatsächlich ist das Bauwerk für heutige Bedürfnisse überdimensioniert. Das über den alten Hochbehälter verfügbare Speichervolumen werde schon seit langem nicht mehr in Gänze beansprucht, erklärt Detlef Bull. 80 Kubikmeter waren das bislang. Doch so viel Wasser benötigt das kleine Zschepplitz mit 154 Einwohnern nicht als Reserve. Zumal der Wasserverbrauch ohnehin spürbar zurückgegangen sei. Die neue Kompaktanlage mit integrierter Pumpstation verfüge über eine Speicherkapazität von sieben Kubikmetern, was „vollkommen ausreichend“ sei, so Bull.

Hinzu käme, dass man mit dieser Investition auch etwas für die Trinkwasserqualität tue. Das Wasser werde schneller umgeschlagen, schneller verbraucht – und die Sicherheit in der Versorgung dennoch gewährleistet, versichert Bull. Zudem steht seit kurzem auf der Eichardt-höhe der neue Trinkwasserbehälter, der rund 20 000 Haushalte in der Region versorgt und damit Wasserspeicher in der Umgebung unnötig werden lässt (die DAZ berichtete).

Die ersten Arbeiten zum Abbau des Hochbehälters nahe des Ortsausgangs Zschepplitz in Richtung Zschörnewitz haben bereits begonnen. Spätestens Ende September soll der Abriss erledigt sein. Dann wird die neue, sechs mal drei Meter große Pumpstation mit einem Tieflader angeliefert, per Autokran an Ort und Stelle bugsiert, um schließlich in das Versorgungsnetz eingebunden zu werden. Ist all das erfolgt, wird die alte Pumpstation außer Betrieb genommen und abgerissen. Im Vorfeld werden die Anwohner informiert, das für die Zeit der Umbindung die Trinkwasserversorgung kurze Zeit unterbrochen werden muss.

Von Sebastian Fink

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