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Döbeln Zschopauperle hat Zukunft
Region Döbeln Zschopauperle hat Zukunft
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16:43 23.01.2016
X Quelle: Wurzel
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Waldheim

Die Perle des Zschopautals hat Zukunft. Das war das Fazit des Neujahrsempfangs am Freitag, zu dem etwa 90 Gäste in den Rathaussaal gekommen waren. Darunter waren etliche Stadträte, die Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann (CDU) samt Gatten und Jörg Höllmüller (CDU), 2. Beigeordneter des Landrats.

Reformpädagogischer Aktionismus unerwünscht

Musik und Buffet zeigten, dass Waldheim Zukunft hat. Die Musik besorgte die Schulband der Oberschule unter der Leitung der Lehrerinnen Katrin Lowag und Heike Heinrich. Das Essen zauberten die Ober- und Förderschüler in einem Gemeinschaftsprojekt auf den Tisch. Um Kinder und Jugend drehte sich dieser Abend thematisch: die Kindertagesstätten und Schulen sowie den Jugendklub „Checkpoint“. Eingeladen waren die Leiter dieser Bildungseinrichtungen sowie die Elternvertreter. Ein Neujahrsempfang ganz ohne Auszeichnung. Dafür kamen die Schulleiter zu Wort. Oberschuldirektor Jürgen Köber hielt eine sehr pointierte Rede, sparte nicht mit Selbstironie und heimste viele Lacher ein. „Wir haben ein komplett saniertes Schulhaus, 100 Computer und 17 interaktive Tafeln. Wir arbeiten mit vielfältigen Unterrichtsmethoden, haben Schulsozialarbeit. Im Strudel sehr schneller Entwicklungen und politischer Entscheidungen sollten wir nicht in reformpädagogischen Aktionismus verfallen“, sagte Jürgen Köber und zog ein positives Fazit für seine Schule. Gleichwohl sprach er auch an, dass Schule nicht alle erreiche, dass er erlebe, wie Werte, Normen und klassische Tugenden heute ganz anders interpretiert werden und ihre Wertigkeit verloren haben. Aber: „Auf sehr viele junge Leute können wir stolz sein.“

Größte Grundschule im Altkreis

Jürgen Köbers Kollegin Angela Jurczyk – sie leitet die Waldheimer Grundschule – nutzte die Gelegenheit, um mal wieder daran zu erinnern, dass in zwei ihrer Klassenzimmer die Möbel sehr alt sind. „Aber ich habe die Erfahrung gemacht: was in Waldheim versprochen wird, wird auch gehalten“, sagte Angela Jurczyk. Sie leitet die größte Grundschule im Altkreis Döbeln – eine mit Zukunft. Denn in diesem Jahr fangen hier 70 Schulanfänger an, 2017 werden es 87 sein. Die Grundschule pflegt nach den Worten ihrer Direktorin eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte Schulbergstrolche und der Förderschule. „Die Bedingungen sind sehr gut“, sagte Angela Jurczyk, die die Grundschule seit dreieinhalb Jahren leitet.

Bestehende Angebote vernetzen

Bürgermeister Steffen Ernst (FDP) hob in seiner Ansprache hervor, wie wichtig die Bildungs-Infrastruktur für die Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung ist. Ein Viertel der Waldheimer ist jünger als 30 Jahre. „Wir müssen daher die Vereinbarkeit von Kind und Beruf fördern, bestehende Angebote vernetzen und neue in den Ortsteilen schaffen. Arbeitsplätze und ein ansprechendes Lohnangebot sind wichtig für unsere Stadt. In unseren Gemeinden haben wir die Möglichkeit, Wohneigentum zu schaffen“, sagte Steffen Ernst. Er dankte seinen Amtsvorgängern Karl-Heinz Teichert und Steffen Blech, die ihm ein gut bestelltes Feld hinterlassen haben. „Auf unsere Perle des Zschopautals können wir stolz sein.“

Von Dirk Wurzel

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