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Döbeln Zugvögel kehren nach Hartha zurück
Region Döbeln Zugvögel kehren nach Hartha zurück
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14:43 17.05.2016
Quelle: dpa
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Hartha

Amseln, Buchfinken und Kohlmeisen sind am Pfingstsonnabend besonders häufig auf dem Harthaer Friedhof aufgetaucht. Das hat die Stunde der Gartenvögel – eine bundesweite Aktion des Naturschutzbundes (Nabu), die die hiesige Regionalgruppe Lößhügelland seit 2014 im Arbeitsplan stehen hat – ergeben. Die Zählung soll Veränderungen in den Vogelbeständen verdeutlichen und aufzeigen, in welchen Gebieten man sich besonders für den Artenschutz engagieren sollte. Im Vergleich zur Stunde der Wintervögel, die im Januar stattfand, ändert sich nun langsam das Bild auf dem Friedhof der Froschstadt. „Eine ganze Reihe von Vögeln, wie der Hausrotschwanz, die Mönchsgrasmücke, der Buchfink und der Rotmilan, kommen jetzt erst wieder zurück in die Region. Da es Zugvögel sind, waren sie den Winter über gar nicht da“, erläutert Klaus Friedrich, der der Nabu-Gruppe Lößhügelland angehört und die einstündige Zählung auf dem Friedhof am vergangenen Wochenende geleitet hat.

“Neben der Zählung soll auch ein Bewusstsein in der Bevölkerung dafür geschaffen werden, dass es notwendig ist, Lebensräume für die Vogelwelt zu erhalten beziehungsweise zu schaffen“, erklärt der Naturschützer. Deshalb kann bei den Einsätzen auch jeder mitmachen, der Lust hat. Gezählt werden darf dabei unter anderem auch gerne im eigenen Garten, Parks und Kleingartenanlagen, die ebenfalls Lebensraum für Vögel und anderen Tiere bieten. „Das hat zur Folge, dass sich die Menschen näher mit den Vögeln in ihrer Umgebung beschäftigen und sich aktiv für deren Schutz einsetzen“, so Friedrich. Jetzt, da auf dem Friedhof Veränderungen in den Bepflanzung angestrebt werden (die DAZ berichtete), hat das für den Harthaer noch einmal eine höhere Priorität. „Es ist sinnvoll Bäume zu erhalten, die Höhlen, Spalten oder Nischen haben“, legt der Naturschützer dar. Für die Vögel seien das nämlich wichtige Brutmöglichkeiten und auch Orte, an denen sie Schutz suchen und sich zurückziehen können. „Wir müssen uns Abstimmen und die Bepflanzung nach diesen Gesichtspunkten ausrichten.“ Das ist auch bei der Friedhofsverwaltung angekommen, die bereits mit dem Nabu und Friedrich im Austausch steht. Er befürwortet auch das Engagement von Friedhofsmeister Sebastian Markert, der Nistkästen aufgehängt hat. „Die werden auch schon bebrütet. Ich finde, das ist eine ordentliche Sache.“

Von André Pitz

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