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Döbeln Wohnblock beschäftigt Harthaer Stadtrat
Region Döbeln Wohnblock beschäftigt Harthaer Stadtrat
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18:07 12.02.2019
50 Wohnungen fasst der Block in der Döbelner Straße, bewohnt wurden in den letzten Jahren nicht einmal die Hälfte. Jetzt wird saniert – dafür muss das Gebäude vollständig leerstehen. Quelle: Sven Bartsch
Hartha

In der Döbelner Straße 9 bis 17 soll altersgerecht saniert werden – soweit der Plan der Kontakt in Hartha. Ein 4,5 millionenschweres Projekt, das sich die Leipziger Genossenschaft auf die Agenda gepinselt hat. Die Pläne für den Umbau stehen, auch Fördermittel stehen bereit. Für den Umbau sollen alle Mieter nach und nach aus ihren Wohnungen ausziehen. Momentan leben noch 20 Parteien in der Wohneinheit, die alle bis zum avisierten Baustart im Sommer eine neue Bleibe bekommen sollen. In der Stadtratssitzung Ende Januar wurde das neue Konzept genauer vorgestellt. Die Räte interessierten sich jedoch weniger für die baulichen Neuerungen. Vielmehr keimte die Frage nach der Zukunft der Mieter auf.

Stadtrat gibt grünes Licht

Vollständige energetische Sanierung, Fahrstühle, Barrierefreiheit und Balkone für jede Wohnung. Schlaglichter der Planung, die Bauamtsleiter Ronald Fischer bei einer kurzen Präsentation hervorhob, ehe es an die Abstimmung ging. Ein symbolischer Akt, da die Sanierung bereits beschlossene Sache ist. Mit sieben Ja-Stimmen und genauso vielen Enthaltungen gab es grünes Licht, wenn auch nicht ohne Diskussionen.

Umzug und Wohnungssuche durch WBG Kontakt gesichert

So erkundigte sich Stadtrat Albrecht Günther (CDU) zum Beispiel nach dem Verbleib der Mieter und der Organisation des Umzuges. „Wir bieten allen Mietern alternativen Wohnraum an und unterstützen den Umzug“, erklärt Jörg Böttger, Vorstand der WBG Kontakt auf Anfrage der DAZ. Die Mieter seien Anfang Januar ins Bild gesetzt worden über die Sanierung. „Bei den meisten stießen die Pläne auf Zustimmung. Das es immer Leute gibt, die Probleme haben, ist klar.“ Einer von jenen äußerte sich in der Bürgerfragestunde des Stadtrates kritisch und monierte, dass sich einige Mieter überrollt fühlten und zu alt für einen Umzug seien.

Die Option zurückzukommen, steht

„Wir wollen niemanden verärgern“, versichert Böttger. „Wir wissen, dass ein Umzug eine heikle Sache ist. Aber mit unserer Erfahrung können wir beruhigen.“ Für alle Mieter werden vorgerichtete Wohnungen bereitgestellt – sanierte Erstbezüge zu ähnlichen räumlichen wie finanziellen Konditionen. Ende des nächstes Jahres soll alles fertig sein. Die Option zurückzuziehen, bestehe für jeden Einzelnen. Einige, so der Kontakt-Vorstand, hätten bereits Interesse signalisiert.

Von Lisa Schliep

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