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Döbeln Stelldichein am Teleskop: Mond rückt in den Erdschatten
Region Döbeln Stelldichein am Teleskop: Mond rückt in den Erdschatten
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18:50 26.07.2018
Himmelsbeobachter aufgepasst: Harthas Sternwarte ist während der Mondfinsternis Freitagnacht offen. Quelle: Uwe Reinwardt
Hartha

Wie funktioniert das eigentlich mit so einer Mondfinsternis? Die Erde steht auf ihrer Bahn um die Sonne so zwischen dem Stern um dem sie umlaufenden Trabanten, dass sie diesen hinter sich in ihren Schatten stellt. Am Freitag bietet sich für 19 Uhr ein Besuch der Sternwarte von Hartha besonders an, denn dort wird das Naturschauspiel erklärt.

Zum Verständnis ein Vortrag

Mit den Teleskopen des Vereins soll im Verlaufe der Nacht das Himmelsereignis beobachtet werden. Doch zuvor beginnt um 20 Uhr ein Vortrag, der die kosmisch-physikalischen Hintergründe der Erscheinung am Himmel für die Anwesenden verständlich macht. Dieser eignet sich für Erwachsene ebenso wie für Kinder.

Dann geht es live am Himmel ab

Zudem spielt sich das Ereignis an diesen Abend- und Nachtstunden auch noch live am Himmel ab. Ist dieser wolkenlos, können die Gäste die Verfinsterung ab 21.30 Uhr mit verfolgen. 23.14 Uhr haben sich alle beteiligten Himmelskörper so weit am Himmel weiter bewegt, dass der Mond aus dem Erdschatten wieder heraus getreten ist.

Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts

Es handelt um die längste Mondfinsternis dieses Jahrhunderts. Sie dauert insgesamt eine Stunde und 44Minuten. Erst am 9. Juni im Jahr 2123 wird es ein um zwei Minuten längeres Ereignis dieser Art geben.

Mond am weitesten weg von der Erde

Diese Gesamtlänge der totalen Verfinsterung liegt an der aktuellen Position des Mondes auf seiner elliptischen Bahn um die Erde. Der Mond verfinstert sich ausgerechnet auf einem Abschnitt seiner Bahn, auf dem er von der Erde am weitesten entfernt befindet.

Mars extrem nah an der Sonne

Eine weitere Besonderheit an diesem Abend: Der Mars, der in diesen Tagen und Wochen ohnehin so hell wie selten am Nachthimmel zu beobachten ist, steht rein optisch dicht am sich verfinsternden Mond. Er scheint derzeit so stark, weil er sehr nah an der Sonne steht. In der Sternwarte Bruno H. Bürgel sind Gäste jeden Alters willkommen, sich das seltene Himmelsschauspiel durch das Teleskop zu betrachten.

Von Steffi Robak

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