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Döbeln Zurück nach Roßwein? Kreis prüft Wohnorte für anerkannte Flüchtlinge
Region Döbeln Zurück nach Roßwein? Kreis prüft Wohnorte für anerkannte Flüchtlinge
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00:29 31.03.2018
Die Asylbewerberwelle ist abgeebbt. Jetzt geht es darum, anerkannte Flüchtlinge im Landkreis unterzubringen. Quelle: imago/Ralph Peters
Region Döbeln

Waldheim, Roßwein, Hartha, Leisnig und Döbeln. Das sind die fünf Städte in der Region Döbeln, die der Landkreis Mittelsachsen ins Auge gefasst hat, um dort anerkannte Flüchtlinge unterzubringen. Diese Menschen haben bereits das Asylverfahren durchlaufen. Sie dürfen nun in Deutschland leben, weil sie in ihren Heimatländern politisch verfolgt sind oder dort Krieg herrscht. Insgesamt prüft der Landkreis 15 Kommunen in Kreisgebiet, ob diese geeignet sind, dort anerkannte Flüchtlinge unterzubringen. Bisher stand es diesen Leuten frei, sich in Deutschland einen Wohnort zu suchen. Ab 1. April müssen sie grundsätzlich in dem Landkreis bleiben, denen sie die Behörden nach der Einreise zugewiesen haben.

Zielgruppe ist relativ klein

„Es handelt sich um eine Einzelfallprüfung“, sagt Dieter Steinert, Leiter der Stabsstelle Asyl des Landkreises Mittelsachen, über die Wohnsitzauflage. Manchmal können nämlich familiäre Gründe dagegen sprechen, einen Flüchtling an einen bestimmten Ort im Kreis zu binden. Wer woanders Arbeit gefunden oder eine Ausbildung absolvieren kann, soll dies natürlich können, ohne das bürokratische Hürden im Weg liegen. Das Landratsamt schreibt nun Ausländer an, für die die Wohnsitzauflage in Frage kommt. „Innerhalb von sieben Tagen müssen die Anhörungsschreiben bei der Ausländerbehörde zurück sein. Dann wird über die Auflage entschieden“, sagt Dieter Steinert. Nach seinen Worten umfasst die Zielgruppe für die Wohnsitzauflage etwa 250 Personen. Diese kommen überwiegend aus Eritrea, Syrien, Somalia, dem Iran, Irak und Afghanistan.

Landratsamt wählt nach Kriterien aus

Die möglichen Wohnorte für die anerkannten Flüchtlinge wählt das Landratsamt unter anderem nach folgenden Kriterien aus: Verkehrsanbindung, ortsansässige Wohnungsunternehmen, Gesundheitswesen, Kindertagesstätten, Schulen mit der Klassen Deutsch als Zweitsprache. Die anerkannten Flüchtlinge sollen in Wohnungen leben.

Asylwelle ebbt weiter ab

Die Zahl der Asylbewerber, die nach Mittelsachsen strömen, hat sich weiter verringert. Bis zum 28. Februar kamen 85 Menschen. Im ganzen Jahr 2017 hat Mittelsachsen 445 Asylbewerber aufgenommen – vor drei Jahren waren es 2372. Seitdem die Flüchtlingswelle abebbt, hat der Kreis etliche Heimplätze abgebaut – seit 2016 insgesamt 1874. Die ehemalige Hochschule in Roßwein, die als Asylheim diente, steht wieder zum Verkauf.

Von Dirk Wurzel

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