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Zwei neue Pumpen zum 25. Standort-Jubiläum

Pierburg Hartha Zwei neue Pumpen zum 25. Standort-Jubiläum

Seit über zwei Jahrzehnten werden in Harthas Sonnenstraße Pumpen und Elektromotoren für die Automobilindustrie gefertigt. Mit einer Festwoche feiert das Werk, das fester Bestandteil des Neusser Automobilzulieferers Pierburg ist, sein 25-jähriges Jubiläum. Und nicht nur das: Pünktlich zum Geburtstag geht man am Standort Hartha mit zwei neuen Produkten auf den Markt.


Quelle: Sven Bartsch

Hartha. Die vollautomatischen Fertigungsanlagen sind aufgebaut, in den nächsten Tagen läuft die Serienproduktion an: Neu im Portfolio des Unternehmens ist nun eine elektrische Ölpumpe, von der vorerst im Jahr bis zu 40 000 Stück für einen großen europäischen Automobilzulieferer gefertigt werden. Regelrecht Neuland betritt man bei Pierburg in Hartha mit dem zweiten neuen Produkt: Einer elektrischen Vakuumpumpe (EVP). Auch diese wird an einer vollautomatisierten Anlage gefertigt und geht in Stückzahlen von bis zu 700 000 pro Jahr aus dem Haus. Und zwar direkt an einen Endkunden. Auch hier ist Luft nach oben was den Absatz angeht, sagt Werkleiter Peter Geißler. Die Produktion dieser Vakuumpumpe sei quasi wie ein drittes Standbein für die Harthaer, die bis dato rund zehn Millionen Einheiten produzieren. Neben elektrischen Kühlmittelpumpen und Elektromotoren den größten Umfang nehmen Wasserpumpen ein.

Stabiles Werk: 336 Mitarbeiter, 224 Millionen Umsatz

Rund 224 Millionen Umsatz macht der Standort aktuell im Jahr, bewegt sich in Richtung 240 Millionen und liegt damit unter den Top 4 der Mechatronics Dachorganisation. 92 Prozent dieses Umsatzes generiert das Werk mit seinen Pumpen. „Wir sind ein stabiles Werk mit stabilen Umsätzen und stabilem Personal“, kann Werkleiter Peter Geißler stolz berichten. Sein Wunsch ist es, mit so viel wie möglich Stammpersonal zu arbeiten. Aktuell sind 336 Mitarbeiter an der Sonnenstraße beschäftigt, darunter 253 Facharbeiter, 13 Auszubildende, zehn Meister, 84 Angestellte mit einem Hochschulabschluss. Und null ungelernte Kräfte.

Peter Geißler wird das Unternehmen Mitte des Jahres verlassen und in den Ruhestand gehen. Vor 40 Jahren stieg er in das damalige VEB Elektromotorenwerk Hartha ein, aus dem 1990 das VEM Elektrokleinmotoren- und Gerätewerk (Elmo) wurde. 1991 stürzte der Betrieb in die größte Krise der Firmengeschichte und wurde 1991 stillgelegt. Ein Jahr später erwirbt der Neusser Automobilzulieferer Pierburg einen Teil des Werkes in Hartha und steigt in die Eigenfertigung von Elektromotoren ein. Hartha ist der vierte Pierburg-Standort in Deutschland neben Neuss, Nettetal und Berlin. Noch im Gründungsjahr startet die Fertigung moderner Vakuumpumpen. Elektromotoren, die in elektrischen Kraftstoffpumpen und Sekundärluftpumpen zum Einsatz kommen, sowie die Wasserumwälzpumpe, das erste Pierburg-Patent, das von Hartha aus angemeldet wird, gehen in den Folgejahren in Serie. Im Oktober des vergangenen Jahres stellt Pierburg Hartha mit der Herstellung der 50-millionsten Wasserumwälzpumpe einen neuen Rekord auf.

Festwoche ab 11. Juni, neuer Werkleiter ab 1. Juli

Peter Geißler, der seit 2009 als Werkleiter die Geschicke des Standortes lenkt und leitet, wünscht sich von seinem Nachfolger, dass dieser das Unternehmen möglichst in die gleiche Richtung weiter treiben und fortentwickeln möge. Der Neue ist Mario Schäfer, Ende 30, vierfacher Familienvater und sein gesamtes Arbeitsleben lang in der Pierburg-Produktion in Neuss tätig. „Wir freuen uns, dass es jemand aus unserem Haus ist, der die Werkleitung in Hartha übernehmen kann“, sagt Ken Schmidt, Senior Vice President Operations bei Pierburg.

Schäfer ist zuletzt Produktionsleiter im Neusser Werk gewesen, wird am 1. Juli seine Arbeit in Hartha beginnen und mit seiner Familie auch in die Froschstadt ziehen.

Zuvor feiern die Mitarbeiter in Hartha noch ihre Festwoche, die am 11. Juni mit dem Pierburg-Cup und der feierlichen Umbenennung des Industriestadions in „Pierburg-Industrie-Stadion“ beginnt. Ein Gesundheitstag, Tag der Ausbildung mit Infotruck, Tag der Historie und Jubilare sowie ein Sporttag folgen. Das Sommerfest am 16. Juni wird ein Überraschungsevent für die Mitarbeiter. Schlussendlich sind Interessenten am 17. Juni ab 10 Uhr zum Tag der offenen Tür in die Sonnenstraße 29 eingeladen.

Von Manuela Engelmann

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