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Zweirad statt Allrad: Neues Ottewiger Feuerwehrfahrzeug kommt 2017

Gemeinde spart knapp 20 000 Euro Zweirad statt Allrad: Neues Ottewiger Feuerwehrfahrzeug kommt 2017

Die Ottewiger Feuerwehr bekommt 2017 ihr neues Einsatzfahrzeug. Das wird allerdings statt dem gewünschten Allradantrieb nur über einen Heckantrieb verfügen – aus heutzutage ungewöhnlichem Grund: Das benötigte TSF-W gibt es nicht mit Allrad. Ein Gutes hat es: Die Gemeinde spart knapp 20 000 Euro Eigenanteil.

Die Feuerwehr Ottewig bekommt im nächsten Jahr ein neues Feuerwehrfahrzeug.

Quelle: LVZ

Zschaitz. Eigentlich sollte es in der letzten Zschaitz-Ottewiger Ratssitzung am Dienstagabend nur noch um die Auftragsvergabe für das neuer Ottewiger Feuerwehrfahrzeug gehen, das lange geplant ist und 2017 endlich in Dienst treten soll, um den betagten LO-Einsatzwagen abzulösen. Ein so genanntes TSF-W (Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank) soll es werden. Die Ausschreibung wurde vom Zschaitzer Ortswehrleiter Martin Turbanisch gemeinsam mit der Auftragsvergabestelle Sachsen akribisch vorbereitet. Ein Sechs-Sitzer mit Allradantrieb sollte es werden. Doch erst nach der Ausschreibung kam die Rückmeldung der Unternehmen: Besagtes TSF-W gibt es gar nicht mit Allrad, sondern nur mit Heckantrieb.

Zwei Unternehmen hatten die Ausschreibungsunterlagen abgefordert. Für die Variante mit Zweiradantrieb wurde letztlich ein Angebot aus Görlitz abgegeben. Da für den Kauf des Fahrzeugs jedoch Fördermittel vom Landkreis in Anspruch genommen werden, kamen bei Gemeinderätin Kerstin Konrad Zweifel auf, ob alles formgerecht bleibt, wenn das Angebot angenommen werden würde. „Wenn in der Ausschreibung steht Allrad, können wir dann Zweirad vergeben? Nicht, dass hinterher Beschwerden kommen“, fragte sie in die Runde und meinte eine drohende Rückzahlung von Fördergeld.

Bürgermeister Immo Barkawitz (Freie Wähler) stellte den Räten die Entscheidung frei, eine neue Ausschreibung anzugehen, erklärte aber auch, dass es wegen des Antriebs keine Forderungen zu erwarten gebe. Allerdings habe sich durch die technischen Änderungen preislich etwas geändert. Das ursprünglich geplante Fahrzeug hätte insgesamt rund 138 000 Euro gekostet. Die Firma Brandschutztechnik Görlitz verlangt für den Bau der Zweiradvariante jedoch nur noch gut 98 000 Euro. 74 000 Euro davon werden als Fördermittelanteil erwartet, den Rest übernimmt die Gemeinde aus der investiven Schlüsselzuweisung und spart sich im Vergleich zum ursprünglichen Preis knapp 20 000 Euro Eigenanteil.

Dass überhaupt alle Fördermittel für das Fahrzeug fließen können, ist zudem einem Eilentscheid von Immo Barkawitz zu verdanken, den er in der Sitzung vorstellte. Da der Fördermittelbescheid erst am 4. Oktober bei der Kommune ankam, das Geld aber nicht mehr in diesem Jahr abgerechnet werden kann, rettete der Bürgermeister mit seinem Entscheid einen Teil der Förderung ins nächste Jahr, indem die Teilsumme in den neuen Haushalt für 2017 verschoben wurde. „Das ist ein rein mathematischer und bürokratischer Akt“, erklärte Barkawitz. Der Gemeinde gehe dadurch kein Geld verloren. Die Gemeinderäte stimmten letztlich mit nur einer Enthaltung für die Vergabe des Feuerwehrfahrzeugs, das im Laufe des kommenden Jahres in Betrieb gehen soll.

Von Sebastian Fink

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