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Zwölf Hausbewohner in Döbeln verletzt – wohl Brandstiftung

Großeinsatz Zwölf Hausbewohner in Döbeln verletzt – wohl Brandstiftung

Alles was Blaulicht hat, schien Dienstagabend in Döbeln-Nord versammelt. Die Feuerwehr war zu einem Kellerbrand in der Albert-Schweizer-Straße ausgerückt. Das DRK holte ein halbes dutzend Rettungswagen und untersuchte alle Mieter auf Rauchgasvergiftung.

Mit Atemschutz löschten die Trupps der Feuerwehr Döbeln den Brand im Keller des Wohnblockes.

Quelle: Thomas Sparrer

Döbeln. Ein Kellerbrand in Döbeln-Nord wurde am späten Dienstagabend zu einem Großeinsatz für Döbelns Freiwillige Feuerwehr und vor allem für den Rettungsdienst. Die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des DRK sowie sechs Rettungswagen verschiedener Organisationen aus dem Raum Döbeln, Mittweida und Meißen wurden vom Organisationsleiter des DRK nach Döbeln beordert, um alle Bewohner zweier Häuser in der Albert-Schweitzer-Straße 23 und 24 auf Rauchgasvergiftung zu untersuchen. Mehr als zehn Bewohner der vom Kellerbrand betroffenen Aufgänge des Wohnblockes wurden vorsorglich in die Krankenhäuser Döbeln, Leisnig, Grimma und Mittweida eingeliefert.

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Zwölf Menschen wurden am Dienstagnacht vorsorglich in Kliniken der Region eingeliefert. In Döbeln-Nord hatte ein Kellerbrand für einen Großeinsatz von Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr gesorgt.

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21.15 Uhr: Döbelns Feuerwehrleute hatten gerade den Ausbildungsdienst am Dienstagabend beendet und sich für den Nachhauseweg umgezogen, als der Alarm einging: Kellerbrand in der Albert-Schweitzer-Straße in Döbeln-Nord. Der komplette Löschzug mit fünf Fahrzeugen und 23 Feuerwehrleuten setzte sich in Bewegung. Aus einem Kellerfenster schlugen Flammen und Qualm. Der Rauch zog nach oben in zwei Treppenhäuser. Einsatzleiter Erik Rost entschied, die Hausbewohner auf ihre sicheren und qualmfreien Balkone auf der Rückseite des Hauses zu evakuieren, anstatt sie durch das verqualmte Treppenhaus oder per Drehleiter zu retten.

Neben den Löscharbeiten im Keller, begann die Feuerwehr recht schnell mit dem Lüften des Treppenhauses. Aus dem Nachbarhaus hatte die Polizei bereits einige Mieter herausgeholt. Der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes holte, wie bei so großen Einsätzen vorgesehen, seinen Organisationsleiter vor Ort. Der entschied recht schnell, den Einsatz deutlich auszuweiten.

Alle Hausbewohner beider betroffenen Eingänge des Neubaublocks sollten sicherheitshalber untersucht werden. Die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) des DRK-Kreisverbandes Döbeln-Hainichen wurde alarmiert. Dazu setzten sich Rettungswagen aus Döbeln, Leisnig, Mittweida, und Nossen in Bewegung. Der Parkplatz der Wohnblöcke an der Albert-Schweitzer-Straße wurde zum Sanitätsplatz. Der Organisationsleiter telefonierte die Krankenhäuser der Umgebung ab, wieviele Menschen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung jedes einzelne Krankenhaus aufnehmen kann.

Anhand von Listen der Wohnungsgenossenschaft Pro Leipzig wurden schließlich alle 27 Bewohner beider Aufgänge von Polizisten und Feuerwehrleuten zu den bereit stehenden Krankenwagen begleitet, wo sie ausgiebig untersucht wurden. Zuvor hatte Einsatzleiter Erik Rost die belüfteten Gebäude nach dem Brandeinsatz wieder freigegeben. Allein aus dem Haus Nummer 23 wurden acht Bewohner vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zudem mussten zwei ältere Bewohner in den Rettungswagen wegen Bluthochdrucks und Beschwerden aufgrund der Aufregung behandelt werden. Der Großeinsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden am Mittwoch.

Mittwochvormittag waren Brandursachenermittler der Polizeidirektion Chemnitz vor Ort, um der Ursache des Feuers auf den Grund zu gehen. „Vermutlich hatten unbekannte Täter eine mit Möbelstücken vollgestellte Kellerbox in Brand gesetzt“, war dazu am Mittwoch aus der Pressestelle der Polizeidirektion zu erfahren. Konkrete Angaben zur Schadenshöhe lagen noch nicht vor.

Insgesamt verteilte die Organisationsleitung des Deutschen Roten Kreuzes zwölf Bewohner des Hauses sicherheitshalber auf die Krankenhäuser Döbeln, Leisnig, Mittweida und Grimma, weil sie vermutlich mit den Rauchgasen in Kontakt gekommen waren. Der Verdacht einer Rauchgasvergiftung bestätigte sich aber bei keinem. Weitere Mieter des vom Feuer betroffenen und zunächst unbewohnbaren Hauses mussten die Nacht anderweitig verbringen. „Zwischenzeitlich konnten unsere Mieter wieder zurück in ihre Wohnungen. Das Gesundheitsamt hatte sie zuvor besichtigt und wieder freigegeben“, war am Mittwoch von Susann Haase von der Wohnungsgenossenschaft Pro Leipzig zu erfahren, welcher der betroffene Wohnblock gehört.

Von Thomas Sparrer

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