Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg 1050-Jahr-Feier - Eilenburger Stadträte debattieren ums Geld
Region Eilenburg 1050-Jahr-Feier - Eilenburger Stadträte debattieren ums Geld
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:55 07.04.2010
Anzeige

.

Christiane Prochnow von der Fraktion der Linken wollte, dass der Stadtrat die Verwaltung zur Vorlage eines Finanzkonzeptes verpflichtet. Das sollte nicht allein die Ausgaben, sondern vor allem die gedachten Einnahmen offenlegen. „Dieser Punkt ist mir eindeutig zu wenig beachtet. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Haushaltssituation“, stellte sie fest. So betrachtet sei für eine 1050-Jahr-Feier überhaupt kein Geld da, erklärte darauf Oberbürgermeister Hubertus Wacker (SPD). Aber sie sei nun mal politisch gewollt. Und er deutete an, dass er sich derzeit gerade redlich bemühe, etwa 75000 Euro über Sponsoren zusammenzubringen. Das fand Hans Poltersdorf, Chef der CDU-Fraktion, wiederum zu wenig an Fakten. „Der Ansatz ist nicht so toll. Wenn ich einen Geburtstag feiern will, muss ich ja wissen, woher ich das Geld nehmen kann, ansonsten muss die Feier halt kleiner oder ganz ausfallen“, stellte er fest. Im Gegensatz zur 1000-Jahr-Feier hätten sich die Zeiten gründlich geändert. Damals sei er mit dem Kanu und Fackeln auf dem Mühlgraben unterwegs gewesen. Die Fackeln hatte wahrscheinlich irgendeine Pionierorganisation spendiert.

Und Sicherheitsbedenken gab es damals auch nicht. Das sei heute alles anders und vor allem teurer. Verständnis hatte Angelika Schiller-Bechert, Freie-Bündnis-Fraktion: „Grundsätzlich ist das Anliegen zu unterstützen. Aber zu seiner Zeit. Wenn ich betteln gehe, brauche ich erst eine Hausnummer, bevor ich genau planen kann. Ich denke, dass es noch nicht soweit ist.“ Detaillierte Prognosen, die dann doch nicht zutreffen, von der Verwaltung zu verlangen, seien reine Beschäftigungsmaßnahme. Im Moment sei alles noch viel zu diffus, erklärte auch Heiko Leihe, der Leiter des Oberbürgermeisterbereichs in der Verwaltung. „Sponsoring ist etwas anderes als Spenden, dabei müssen auch gewisse Gegenleistungen gebracht werden, die bis jetzt noch nicht feststehen, solange die Verhandlungen mit anderen Partnern laufen.“ So war zum Beispiel von einem Konzert eines Radiosenders die Rede. Auch Hans Poltersdorf räumte ein, dass es da gewisse Befindlichkeiten geben könnte und schlug vor, über Geldgeber künftig in den nicht öffentlichen Ausschüssen oder der geschlossenen Sitzung zu sprechen.

Am Ende aber stellte sich heraus, dass ein Stück weit aneinander vorbeigeredet wurde, dass es durchaus Vorstellungen gibt, woher das Geld kommen könnte. Das Konzept war den Räten bereits in einer Sondersitzung Mitte Dezember vorgelegt worden. „Das war aber in unserer Fraktion noch nicht bekannt“, so Christiane Prochnow. Es soll nun deshalb allen noch einmal zugestellt werden.

lis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Anwalt des in der vergangenen Woche wegen Mordes an der kleinen Corinna aus Eilenburg verurteilten Lutz-Peter S. wird noch am Mittwoch vor dem Bundesgerichtshof Revision gegen das Urteil einlegen.

07.04.2010

Eilenburg. John fühlt sich im Eilenburger Rathaus schnell zu Hause. Die bunten Flyer, die auf eine Aquarienausstellung aufmerksam machen, interessieren ihn.

06.04.2010

Mit etwa 4000 Besuchern endeten gestern Abend vier ereignisreiche Tage im Tierpark Eilenburg. Das Team um Stefan Teuber, dem Tierparkleiter, hatte zu einem Osterfest eingeladen.

05.04.2010
Anzeige