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Eilenburg 150 Jahre Rotes Kreuz - Verband investiert in neue Tagespflege
Region Eilenburg 150 Jahre Rotes Kreuz - Verband investiert in neue Tagespflege
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16:56 19.05.2015
Beginn der Feierlichkeiten am DRK-Pflegeheim am Sonnabend: Beim Einmarsch trägt Fred Hannemann die Vereinsfahne. Anschließend haben Besucher die Möglichkeit, sich über die einzelnen Bereiche des DRK Eilenburg zu informieren. Quelle: Thomas Jentzsch

Geschäftsführerin Karin Schreiber zog ein positives Fazit. Vor allem nach der Wende sind vielfältige Aufgabenfelder dazugekommen. Zudem will das DRK Eilenburg weiter investieren.

Dr. Alfred Belian wäre sicher stolz auf die 155 Mitarbeiter und vielen Ehrenamtlichen, die das DRK in Eilenburg mittlerweile zählt. Der ehemalige Eilenburger Oberbürgermeister, der von 1903 bis 1933 die Geschicke der Stadt lenkte, sorgte einst dafür, dass sich das Rote Kreuz in der Stadt als Genossenschaft der freiwilligen Krankenpflege unter seinem Vorsitz konstituierte. Alles war kleiner, überschaubarer. Das Aufgabenspektrum auf die Krankenpflege beschränkt.

Das ist heute freilich anders. Das DRK Eilenburg habe sich "zu einem modernen Dienstleister im Sozialwesen entwickelt", sagt Karin Schreiber, die Geschäftsführerin des Verbandes. Ein Dienstleister "mit attraktiven Angeboten für alle Bevölkerungsgruppen".

Die 60-Jährige weiß, wovon sie spricht. Schon vor der friedlichen Revolution war sie für das DRK tätig, übernahm 2011 die Geschäftsführung. Zum klassischen Krankentransport - zu DDR-Zeiten SMH, Schnelle Medizinische Hilfe, genannt, sind etliche Bereiche dazugekommen: ein Kindergarten, Wasserwacht und Jugendrotkreuz, Jugendclubs, eine Kleiderkammer, das Kreisauskunftbüro, das Menschen auf der Suche nach Vermissten hilft, und eben auch der Bereich Pflege mit einem eigenen Pflegeheim, um nur einige zu nennen. "Der Mensch steht bei uns im Mittelpunkt", sagt Karin Schreiber. Dies erfordere "täglich große Anstrengungen, weil es einerseits gilt, die Qualität der Arbeit zu sichern und andererseits die Wirtschaftlichkeit nicht aus den Augen zu verlieren". Finanzen lautet das Stichwort - Geld wird schließlich überall gebraucht, besonders in der Wohlfahrt. "Täglich ist die Mittelknappheit für die vielen sozialen Aufgaben deutlich zu spüren", so die Geschäftsführerin. Fördermitglieder und Unterstützer sind deshalb jederzeit willkommen. Aber auch "mit konstruktivem Handeln und innovativen Ideen müssen wir es schaffen, haltbare Brücken zwischen den Bedürfnissen der zu Betreuenden und den betriebswirtschaftlichen Erfordernissen zu bauen." Doch sie könne auf "einsatzbereite, fähige und loyale Mitarbeiter" zählen. "Wir schätzen die vielen haupt- und ehrenamtlichen Kräfte, die an einem Strang ziehen."

Das DRK Eilenburg hat dennoch viel vor. Stillstand kennt der Kreisverband nicht und will am Pflegeheim ein neues Objekt bauen, um den Bereich der Tagespflege abzudecken. Für 15 Bewohner soll neuer Platz geschaffen werden. Das Projekt steht, Karin Schreiber rechnet in Kürze mit der Genehmigung des Bauantrages. Einen mittleren sechsstelligen Betrag wird der Verband investieren. "Der Bedarf an Tagespflegeplätzen ist da", weiß die Geschäftsführerin und ist sicher, dass sich auch dieser Bereich wie die vielen anderen im Sinne Dr. Belians gut entwickeln wird.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.05.2013

Nico Fliegner

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