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1a-Wohnen in Eilenburg: Großvermieter steuert auf den 60. Geburtstag zu

1a-Wohnen in Eilenburg: Großvermieter steuert auf den 60. Geburtstag zu

Bei der Eilenburger Wohnungsgenossenschaft (WGE) liegen in diesen Tagen Trauer, Freude und Stolz eng beieinander. Vor 60 Jahren, am 29. Oktober 1955, unterschrieben Mitglieder der ersten Stunde wie Rolf Stock, Günter Werner, Rudolf Seliger, Rolf Muschwitz, Rudi Symora und Günter Schmidt das Gründungsprotokoll der Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG) "Aufbau" im ehemaligen Eilenburger Chemiewerk.

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Bis in die Gegenwart im ersten AWG-Wohnhaus Eilenburgs heimisch: Günter Schmidt, Rolf Stock (erst kürzlich mit 89 verstorben) und Rolf Muschwitz (von links).

Quelle: Foto privat

Eilenburg. Nach diesem symbolischen ersten Spatenstich folgte der ganz praktische mit der Errichtung des ersten AWG-Wohnblocks in der Franz-Mehring-Straße 27/28. Bis heute das Zuhause für die Mitgründer Rolf Muschwitz und Günter Schmidt. "Wir trauern aber um unser Mitglied Nr. 1, Rolf Stock, welcher Anfang dieses Jahres 89-jährig verstarb", äußert Thomas Meinhardt, seit eineinhalb Jahren der Geschäftsführer der heutigen WGE, in der jüngsten Ausgabe des Genossenschaftsspiegels. Der Generationswechsel sei regelmäßig Thema in der Geschäftsstelle im Nordring.

"Wenn wir morgen auf unserer alljährlichen Mitgliederversammlung für das vergangene Jahr Bilanz ziehen, dann wird von einem positiven Ergebnis im Geschäftsjahr 2014 und einem optimistischen Ausblick auf 2015 die Rede sein", beschreibt Meinhardt schon mal vorab die solide wirtschaftliche Basis. Dem WGE-Motto "1a-Wohnen im Grünen" folgen nach 60 Jahren 1350 Genossenschaftsmitglieder, 600 waren es zehn Jahre nach der Gründung. Mit 1300 eigenen Wohnungen in Eilenburg und Laußig ist die WGE als größter privater Wohnungsanbieter in de Muldestadt der zweitgrößte Vermieter nach der städtischen Eilenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft.

Wenn das WGE-Jubiläum am 12. September bei hoffentlich schönem Wetter im Innenhof von Friedrich-Ebert-, Franz-Mehring- und Wilhelm-Raabe-Straße gefeiert wird, dann wird nicht nur Gelegenheit sein, auf Geschaffenes zu blicken, sondern auch aktuelle Aufgaben und Ideen zu besprechen. So gehört die Gestaltung von Frei- und Grünflächen laufend zu den Schwerpunkten. Meinhardt: "Ein attraktives Umfeld ist die überzeugendste Werbung für unsere Wohnungen. Mitzuerleben, wie sich die Bewohner rund um ihre Häuser engagieren, ist für mich die größte Freude bei der täglichen Arbeit." Eine demokratische Befragung von Anwohnern und Mitgliedern ging der geplanten Errichtung eines neuen Spielplatzes im Innenhof Franz-Mehring-Straße/Samuelisdamm mit 40 Ja- und 18 Nein-Stimmen voraus. Aus der Anregung soll im Herbst Realität werden. Meinhardt dazu: "Wichtig ist es, die Generationen zusammenzubringen, ältere Menschen benötigen Ruhe, aber auch Leben um sich." Das Modellprojekt Fahrradboxen in der Rosa-Luxemburg-Straße 62/64, ergänzt er, soll nach guten Erfahrungen nächste Woche in der Rosa-Luxemburg-Straße 25 mit zwei Unterstellmöglichkeiten zu ebener Erde fortgesetzt werden. Nicht zuletzt sind in diesem Jahr Investitionsschwerpunkte Malerarbeiten in diversen Treppenhäusern, die Dämmung oberer Geschossdecken, frische Farbe für Holzbalkone sowie alters- beziehungsweise familiengerechte Umbauten in Wohnräumen.

"Der Leerstand von durchschnittlich neun Prozent soll sich mit den Modernisierungen auch künftig in Grenzen halten", so der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende. Viele Mitglieder seien schon in der zweiten und dritten Generation mit der Genossenschaft verwurzelt. Mit weitblickenden Entscheidungen habe das Unternehmen einen stabilen und vielschichtigen Wohnungsbestand geschaffen und gesichert, bei dem Rückbauten derzeit nicht geplant sind. "Der Genossenschaftsgeist hält die Menschen zusammen und hilft dabei, auch schwierige Zeiten gemeinsam zu meistern" betont Meinhardt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.06.2015
Von Karin Rieck

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