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Eilenburg 20. Wöllmener Hoffest zieht wieder Tausende Besucher an
Region Eilenburg 20. Wöllmener Hoffest zieht wieder Tausende Besucher an
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00:19 13.09.2017
Stets dicht umlagert – die Strohburg. Quelle: Anke Herold
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Wöllmen

„Die Sonne geht auf, die Sonne geht unter. Ich bin stark, ich bin munter“ – Nelly, Hanna, Louis und Jella und machen die Übungen nach, die Christina Krönert auf den gelben Matten unter dem Pavillon vorzeigt. Die Yoga-Lehrerin ist in diesem Jahr erstmals auf dem Hoffest in Wöllmen, präsentiert sich auf dem Bauernmarkt und sorgt damit ein bisschen für Entspannung bei den Kleinen.

Riesiger Trubel

Denn auch in diesem Jahr herrscht zum 20. Mal wieder ein riesiger Trubel rund um die Apfelscheune. Schon am Sonnabend war trotz des Nieselregens der Andrang groß, ist von den Händlern und Regionalvermarktern zu erfahren. „Schirm dabei und Gummistiefel an – und die Leute waren da“, fasst Marcel Reinhardt an seiner Flammlachshütte den ersten Tag zusammen und freut sich über den Zustrom an Kunden, der am Sonntag, natürlich aufgrund des eigentlich gewohnten sonnigen Hoffestwetters, noch größer war. Kosten und kaufen – alles was auf dem Lande wächst oder Staunen über das was auf dem Lande gedeiht – das war möglich am Wochenende beim Obstbaubetrieb Dottermusch.

Wenn Dieter Dottermusch und sein Team zum Obsthoffest nach Wöllmen einladen, ist eines gewiss: Tausende Besucher kommen an zwei Tagen in den Jesewitzer Ortsteil. Das war auch diesmal wieder der Fall. Anke Herold war ebenso dabei.

Schon längst kein Geheimtipp mehr

Als Geheimtipp gilt das Hoffest in Wöllmen schon lange nicht mehr, eher wohl als fester Bestandteil im Ausflugskalender von Jung und Alt. Summered, Elstar und Co. sind zweifelsohne die Renner auf dem Markt. Das runde Gold, um das sich alles dreht, wird seit August geerntet und direkt an den Verbraucher vor Ort vermarktet. 18 Hektar gilt es jedes Jahr abzuernten. „Sicherlich wird es bei den Äpfeln und Pflaumen aufgrund des Wetters diese Jahr Ernteverluste geben, ebenso wie wir es schon bei der Erdbeerernte erlebt haben. Aber ich denke, es wird vielleicht gerade so reichen. Wir versuchen, den Preis zu halten. Bei den Äpfeln gelingt es uns momentan noch, aber den Preis für die Pflaumen haben wir schon anpassen müssen,“ erklärt Hof-Chef Dieter Dottermusch.

Selbst pflücken ist in

Wer sich ein Bild von der Erntearbeit machen wollte, hatte die Möglichkeit selbst Hand anzulegen, denn frischer geht es wohl nicht und das wissen auch Martina Hähn und Christa Klösel zu schätzen. „Wir kommen jedes Jahr her, egal wie das Wetter ist. Wir sind Gala- aber auch Elstarfans und pflücken uns die Äpfel hier selbst, bevor wir dann noch auf dem Bauernmarkt andere Produkte wie Kürbisse und Kartoffeln kaufen. Denn wir legen sehr viel Wert auf regionale Produkte“, erzählen die Gartenfreundinnen auf der Apfelplantage.

Am Tisch der Pilzberatung drängten sich die Interessierten und fragten die Berater, was es in der aktuellen Pilzsaison zu beachten gibt. Auch Infostände prägen das Bild in Wöllmen und tragen schon lange zum Gelingen bei. Gemüse, Obstsorten aller Art bis hin zu Kräutern, Blumen, Keramik, Holzkunst auf dem Markt wurde geboten was das Herz begehrte. Selbstvermarkter stehen hoch im Kurs. Die Kunden schätzen Wurst- und Käsespezialitäten, Bauernbrot, Eier Honigprodukte, Fruchtaufstriche und vieles mehr, wenn man weiß, woher das Erworbene kommt. Karin und Jochen Schmidt sind eben aus diesem Grund regelmäßige Hoffestbesucher. „Jedes Jahr kommen wir her und kaufen die Herbstbepflanzung. Außerdem Essen wir gern und freuen uns jetzt schon auf die leckere Holundersuppe,“ resümieren beide bevor sie sich ins Getümmel stürzen.

Beliebtester Bauernmarkt der Region

Überall lockten bunt geschmückten Stände, die große und kleinen Strohhüpfburg ein Muss für die Jüngsten und nicht mehr wegzudenken. Das vielseitige Angebot lässt sich kaum beschreiben, sondern muss erlebt werden und zeichnet sich durch das Besondere aus. Dasa die Auswahl der Anbieter nicht zufällig ist, lässt sich schnell beim Durchschlendern erkennen und wird deshalb von vielen als schönster und vielleicht auch beliebtesten Bauernmarkt unserer Region bezeichnet.

Von Anke Herold

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