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4 mal 11. Geburtstag - da lässt der ECC die Rampen-Sau raus

4 mal 11. Geburtstag - da lässt der ECC die Rampen-Sau raus

4 mal 11 Jahre ergeben ein närrisches Jubiläum. Wie das vom Eilenburger Carneval Club (ECC) begangen wird - am Wochenende wird erst einmal mit befreundeten Vereinen gefeiert - und wie er auf die vergangenen Jahre zurückblickt, ist von Geschäftsführer Ronald Maurer zu erfahren.

Eilenburg. Schon aufgeregt?

Das fühlte sich bisher an, wie die Ruhe vor dem Sturm. Aber diese Woche ist's stressig: Einräumen im Bürgerhaus, Proben an drei Abenden. Die Veranstaltung am Sonnabend bis nach Mitternacht. Am Sonntag muss alles wieder aufgeräumt werden.

Und dabei ist sonst um diese Jahreszeit beim ECC nach dem 11.11. erst einmal weniger Stress angesagt.

Aber 4 mal 11 ist schon etwas Besonderes. Eine prima Gelegenheit, auch mal alle Freunde zusammenzubekommen, die ja unser Programm sonst nicht ansehen können, weil sie selbst mit ihrem Karneval beschäftigt sind. Wir haben wir haben auch ehemalige Mitglieder aus den Anfangsjahren eingeladen, soweit wir sie ausfindig machen konnten.

Was wird anders sein als bei normalen Abendveranstaltungen?

Ich bin ja sonst auch eher einer derjenigen, der sagt: Leute, Ihr könnt das Publikum nicht ewig auf den Stühlen festnageln. Die wollen sich irgendwann selbst bewegen und tanzen. Also: 22 Uhr muss Schluss sein mit dem Bühnenprogramm. Das sind zweieinhalb Stunden. Aber selbst das einzuhalten, ist nicht einfach, weil bei uns viele gern etwas auf die Bühne bringen. Für das Programm am Sonnabend hieß es: Alle dürfen die Rampensau mal richtig rauslassen. Das geht dann voraussichtlich bis 0.30 Uhr.

Klingt nach Karneval-Hardcore. Was wird da gezeigt?

Highlights aus den letzten Jahren. Außerdem wird schon das Programm der Session vorgeführt. Diejenigen, die dort eingeladen sind, können es sich ja später nicht ansehen. Und weil das nun schon vorbereitet ist, sparen wir dann im Februar Aufwand.

Wie lang sind Sie selbst beim ECC dabei? Wie kam's dazu?

Seit 1994. Ich bin ja gebürtiger Eilenburger und fühle mich immer noch so, auch wenn ich jetzt in Doberschütz wohne. Zum ECC gekommen bin ich durch meinen Schwiegervater Gerd Engelmann, der vor mir auch Geschäftsführer war. Gemeinsam mit meiner Frau hatte ich mir das aber schon einige Zeit zuvor vorgenommen. Schließlich hatten wir schon einige Veranstaltungen erlebt, im ECW-Klubhaus und auf den Dörfern.

Was hat sich in den vergangenen Jahren besonders geändert?

Der Einfluss von außen. Die vielen Dinge, die berücksichtigt werden müssen.Das war vor 20 Jahren, da war zwar auch vieles neu, aber noch nicht so präsent waren all die Genehmigungsverfahren. Ständig ändern sich irgendwelche Bestimmungen, sei es vom Finanzamt, sei es von Seiten der Stadt. Wir hatten zum Beispiel seit 2003 eine neue Satzung, nun müssen wir diese von Amts wegen ändern. Das geht nicht einfach mit Umschreiben und fertig, sondern mit allem Pipapo, Vollversammlung, Notar etc. Das kostet Zeit, Geld und Nerven. Und im Verein ist das Anspruchsdenken gewachsen. Die Akteure wollen etwas anbieten, was professionell wirkt.

Interview: Heike Liesaus

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.11.2014
Heike Liesaus

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