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Eilenburg 700 Jahre Audenhain - ein kleines Dorf in großer Feierstimmung
Region Eilenburg 700 Jahre Audenhain - ein kleines Dorf in großer Feierstimmung
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17:00 22.06.2014
Echter Hingucker: Familie Haberkorn mit ihrem Wagen beim Festumumzug. Sie betreiben das Feuerwehrmuseum im Dorf. Quelle: Steffen Brost
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Audenhain

Am Wochenende stand Audenhain einmal mehr im Fokus des Geschehens. Die Einwohner feierten das 700-jährige Bestehen ihres Dorfes - und das mit einem festlichen Auftakt am Freitagabend in einem proppenvollen Zelt.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_33717]Das Festkomitee um Harry Liebmann, Lothar Haupt und weiteren Mitstreitern hatte sich einiges dafür einfallen lassen. Seit Mai 2013 tüftelten die Organisatoren an dem Jubiläumsfest, sammelten Ideen und suchten nach Sponsoren - kein leichtes Unterfangen. Herausgekommen ist ein vielfältiges Programm über drei Tage und eine 100-seitige Chronik, die jeder Haushalt kostenfrei erhält.

Harry Liebmann, maßgeblich für die Entstehung verantwortlich, ließ in seinem Vortrag die Geschichte Revue passieren, erzählte von den ältesten Gebäuden Pfarrhaus und Kirchen, der Landwirtschaft und ihrer Blütezeit, den Gasthöfen, Schulen und Vereinen. 48 Jahre lang war Audenhain getrennt in Ober- und Unterdorf, 1958 wiedervereint. "Der Ort ist zusammengewachsen, obwohl das mit der Gemeinschaft nicht immer so war", sagte Liebmann und erntete reichlich Beifall für seine Arbeit an der Chronik.

Beifall gab es aber auch an anderer Stelle - für die Jugend, die sich im Spielmannszug organisiert hat. Der feierte am Wochenende parallel sei 15-jähriges Bestehen, ist aus dem Dorfleben nicht mehr wegzudenken. Die Leiterinnen Jeannette Haupt und Nicole Süptitz führen die junge, 25 Mitglieder zählende Musikertruppe. "Wir haben schöne, aber auch stressige Momente und opfern viel Zeit, um andere Menschen zu begeistern", sagte Nicole Süptitz. "Es haben sich viele Freundschaften entwickelt, ich bin froh, Teil des Spielmannszuges sein zu dürfen", ergänzte Jeannette Haupt. Beide dankten ihren Musikern mit einer Fahrt in den Freizeitpark Plohn, die Gemeinde will die Marschverpflegung beisteuern. Zudem wurden Mitglieder ausgezeichnet. Für eine Überraschung sorgte Rosel Süptitz, die das Altenpflegeheim in Mockrehna betreibt. Sie überreichte den Musikern neue Notenmappen.

Mockrehnas Bürgermeister Peter Klepel (parteilos), der es gerade noch rechtzeitig nach Audenhain schaffte - er war auf einer Reise im 180 Kilometer entfernten Atlas-Gebirge -, dankte den Einwohnern, dass sie mit Aktionen und Veranstaltungen immer wieder für ein lebendiges Dorf sorgten. "Audenhain ist von Leben erfüllt", erklärte er. Und es sei "erfreulich, wenn die Heimat als Wert entdeckt" werde. Auch Vertreter von Nachbardörfern überbrachten ihre Glückwünsche. Ortsvorsteher Dietmar Kloss aus Schöna schenkte den Audenhainern einen Lindenbaum.

Während am Sonnabend ein buntes Markttreiben und eine große Abend-Party inklusive des Fußball-Thrillers Deutschland - Ghana lockte, waren die abschließenden Höhepunkte das Platzkonzert des Spielmannzuges und der Festumzug am Sonntag. 51 Schaubilder beinhaltete dieser. "Es ist hier alles vertreten. Angeführt vom Ortschaftsrat über Vereine, Handwerk, Firmen bis hin zu den Sportgruppen", sagte Organisator Reinhard Geppert. Gleich mit zwei Fahrzeugen waren die Mitglieder des SV 1900 Audenhain dabei. "Wir sind 100 Mitglieder in den Sparten Gymnastik, Radfahrern, Tischtennis, Laufen und Taebo. Klar, dass wir mitmachen", erzählte Thomas Wejda. Ortsvorsteher Lothar Haupt zeigte sich mit dem Festwochenende zufrieden: "Alles hat gut geklappt, so, wie wir es geplant hatten."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.06.2014

Von Nico Fliegner und Steffen Brost

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