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7000 Haushalte in Eilenburg und Doberschütz bekommen schnelles Internet

Neue Leitungen 7000 Haushalte in Eilenburg und Doberschütz bekommen schnelles Internet

Die Telekom hat die Stadt Eilenburg und die Gemeinde Doberschütz in ihr Ausbauprogramm 2016 aufgenommen. Konkret profitieren werden davon rund 7000 Haushalte und Betriebe in der Innenstadt und im östlichen Teil von Eilenburg sowie Ortsteile der Gemeinde Doberschütz.

Eilenburgs Innenstadt soll bis Ende des Jahres mit schnellerem Internet versorgt werden.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg/Doberschütz. Das schnelle Internet für Eilenburg und Doberschütz kommt: Die Telekom hat Stadt und Gemeinde in ihr Ausbauprogramm 2016 aufgenommen. Wie Unternehmens-Sprecher Gero von Wagner jetzt informierte, profitieren davon rund 7000 Haushalte und Betriebe in der Innenstadt und im östlichen Teil von Eilenburg sowie die Ortsteile Bunitz, Mölbitz, Mörtitz, Paschwitz, Rote Jahne, Sprotta und Sprotta-Siedlung in der Gemeinde Doberschütz.

Eilenburgs Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos), der Doberschützer Bürgermeister Roland Märtz (CDU) sowie Vertreter der Telekom haben dazu eine Vereinbarung unterschrieben. Die Telekom will Glasfaserleitungen neu verlegen und rund 80 Schaltverteiler aufbauen oder vorhandene erweitern. Die Kosten für den Ausbau trägt das Unternehmen. Das neue Netz werde so leistungsstark sein, so von Wagner, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind.

In Eilenburg und Doberschütz stoßen die Pläne auf Zustimmung: „Das Internet ist für Familien und Unternehmen unverzichtbar“, sagte Scheler. „Nur die Kommune, die eine gute Infrastruktur besitzt, kann sich erfolgreich um Ansiedlungen von Familien und Unternehmen bemühen.“ Für Eilenburg, das mit der aktuellen Wohnortkampagne mehr Einwohner gewinnen will, kommt der Ausbau zur rechten Zeit. Roland Märtz sieht es mit Blick auf die Attraktivität der Kommune als Wohn- und Arbeitsplatz ähnlich: „Die Telekom wertet damit nicht nur unsere Gemeinde, sondern jedes einzelne Grundstück im Ausbaugebiet auf.“

Noch im April soll der Ausbau starten

Die Unterschriften sind gesetzt, wie geht es weiter? Die Telekom beginnt jetzt mit den Feinplanungen. „Ziel ist es, mindestens 80 Prozent der Anschlüsse im Vorwahlbereich mit VDSL-Geschwindigkeit zu versorgen“, sagt Beatrice Strangalies, Regiomanagerin im Infrastrukturvertrieb Nordsachsen. Wie das Ausbaugebiet aussehe, hänge letztlich von verschiedenen Faktoren ab – wie Leerrohr-Kapazitäten oder erreichbares Kundenpotenzial.

Technisch heißt das: Um VDSL mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 MBit/s anbieten zu können, muss in den Verteilerkästen die neue Vectoring-Technik eingesetzt werden. Das heißt, vom Verteiler an der Straße bis zur Wohnung kommen weiter alte Kupferleitungen zum Einsatz. Dieses Verfahren war lange umstritten, mittlerweile hat die Bundesnetzagentur grünes Licht gegeben. Nun muss noch die EU zustimmen. Die Größe des Ausbaugebietes steht unter der vorbehaltlichen Zustimmung der Agentur, die jeden einzelnen Verteilerkasten freigibt.

Die Bauarbeiten sollen noch im April starten und innerhalb von vier Monaten abgeschlossen sein. „Die Anschlüsse werden den Kunden bereitgestellt, sobald einzelne technische Abschnitte fertiggestellt sind“, erklärt Gero von Wagner. Bis Ende des Jahres werde die Telekom damit die Zahl ihrer VDSL-Anschlüsse von 12 auf 24 Millionen erhöhen und außerdem das Tempo im VDSL-Netz beim Herunterladen auf maximal 100 MBit/s verdoppeln und beim Heraufladen von 10 auf 40 MBit/s sogar vervierfachen.

Interessierte Kunden müssen selbst aktiv werden

Auch die Wohn- und Gewerbe-Gebiete, in denen bisher kein Netz mit mindestens 30 MBit/s Downstream-Potenzial anliegt und die nicht über dieses Programm laufen, sollen besser versorgt werden. Die Stadt habe sich, so Scheler, deshalb zur Finanzierung der sogenannten Wirtschaftlichkeitslücke entschlossen. So sollen Areale erschlossen werden, deren Ausbau für kommerzielle Anbieter ökonomisch nicht tragbar wäre. Genutzt werde das Förderprogramm Digitale Offensive Sachsen, das mit 80 Prozent unterstützt.

Infos unter: www.telekom.de/breitbandausbau-deutschland und 0800 330 3000. Kunden, die sich registrieren, werden kontaktiert und können zur Inbetriebnahme in die höheren Geschwindigkeiten wechseln. Für die neuen Produkte sind Vertragserweiterungen oder Neuverträge notwendig. Infos dazu in den Telekom Partner Shops Talk-Point GmbH, Bergstraße 82, 04838 Eilenburg, Tel. 03423 7583111

Von Kathrin Kabelitz

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Eilenburg/Doberschütz
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