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Ab in die Mitte: Platz zwei für Eilenburgs Heinzelmännchen-Projekt

Ab in die Mitte: Platz zwei für Eilenburgs Heinzelmännchen-Projekt

Beim zweiten Anlauf hat es geklappt. Die Muldestadt hat am Montag die Heinzelmännchen im Pirnaer Tom-Pauls-Theater ins Rennen um einen Preis beim 10. Wettbewerb "Ab in die Mitte! Die Städte-Offensive Sachsen" geschickt (wir berichteten) - und mit ihrem Konzept Platz 2 belegt.

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Er hat bereits seinen Platz im Stadtbild: ein Heinzelmann des Marktbrunnens.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Dafür gibt es 20 000 Euro. Die kleinen Wesen sind mit der Geschichte der Stadt eng verbunden und finden sich auch im Slogan für den Wettbewerbs-Beitrag wieder: Heinzelmännchen auf der Spur - Burg mittendrin statt außen vor.

Kurz vor 17.30 Uhr war es gestern Nachmitag, als Heiko Leihe, Leiter des Oberbürgermeisterbereiches, das erfreuliche Ergebnis verkünden konnte: Platz 2, hinter Annaberg-Buchholz, vor Oederan und Pirna. "Wir sind sehr zufrieden, haben Eilenburg publik machen können. Jetzt werden wir detaillierter darüber reden, wie wir das Projekt umsetzen können."

Die Idee ist eigentlich ganz simpel: Die Ilburg, die als Wiege Sachsens gilt, ist der Handlungsort der Heinzelmännchen-Sage. Und das Wissen um diese bedeutende Geschichte der Stadt soll nun als Tageslicht kommen, die Historie ins Stadtbild übertragen werden. Somit wird in der Innenstadt auf die einzigartige Unterwelt Eilenburgs sowie auf die sagenumwobene Burg in der Innenstadt aufmerksam gemacht.

Heinzelmännchen in den Innenstadt · Kunst im öffentlichen Raum: In Zusammenarbeit mit Künstlern und Vereinen werden die Heinzelmännchen oder verschiedene Elemente der Sage als Kunstobjekte im öffentlichen im öffentlichen Raum an unterschiedlichen Standorten aus diversen Materialien in der Innenstadt dargestellt. "Wir haben ja bereits einiges in der Innenstadt und im Stadtpark realisiert", erinnert Heiko Leihe in diesem Zusammenhang an Kalenderblätter, Stele Via Regia, Wassersäule. Weiterführende Projekte wären beispielsweise die Gestaltung von Fassaden oder Figuren, die Projizierung der Sagengestalten auf Bodenbeläge und ähnliches. Die Kunstobjekte werden mit einem Code versehen, der zum einen den Künstler oder den Sponsor vorstellt, andererseits aber auch auf die Entdecker-Tour hinweist.

Heinzelmännchen · Spurensuche - Entdeckertour: Die Tour führt entlang der Heinzelmännchen-Kunstobjekte sowie touristischer Anbieter im Stadtzentrum, die wie eine Schnitzeljagd selbst entdeckt und erkundet oder als Stadtführung wahrgenommen werden kann. "Auch diese wird sich an bekannten Pfaden bewegen, wie Camera Historica, Planetenwanderweg oder Eilenburger Schleife", so Leihe. Interessenten haben die Möglichkeit, an einer Führung durch die Bergkelleranlage, über das Burggelände oder im Stadtmuseum teilzunehmen. Die Heinzelmännchen hinterlassen mit Fußabdrücken Spuren, die gleichzeitig wegführend zu den nächstliegenden Objekten sind, die wiederum mit Code versehen auf Künstler und die weitere Route hinweisen.

Heinzelmännchen · Fest - Veranstaltung: Um das neue Angebot in Eilenburg, das als Gruppe gebucht oder Einzelangbeot wahrgenommen werden kann, bekanntzumachen, wird zur Eröffnung der Route ein Heinzelmännchen-Fest organisiert. Als kulturelles Programm wird die Sage auf unterschiedliche Weise von lokalen Vereinen, dem Laientheater, den Tanzgruppen sowie Kindereinrichtungen in der Innenstadt nachgespielt. "Dieses Fest könnte immer in den Jahren stattfinden, in denen es kein Reginenfest auf dem Burgberg gibt", sagt Leihe. Ausrichtungsort solle die City sein, "ein zweites Stadtfest soll es aber nicht werden." Der Effekt: Burgberg und Innenstadt könnten so miteinander verbunden werden.

Und was versprechen sich die Initiatoren vom Projekt? Mit der Umsetzung werde die Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum nachhaltig aufgewertet und der historische Bezug von Eilenburg in das Stadtbild integriert. Die Bewohner können sich mit der Sage als besonderem Merkmal verständlicher identifizieren und lernen, diesen Teil der Geschichte kennen. Zudem soll das Burggelände eine Aufwertung erfahren, sowohl aus städtebaulicher wie auch touristischer Sicht. Auch der Bekanntheitsgrad von Stadtmaskottchen Heinz Elmann könnte gesteigert werden. Eines aber wollen die Initiatoren nicht: Auch wenn die winzigen, singenden und geheimnisvollen Wesen eine Hauptrolle spielen, "ins Lächerliche ziehen wollen wir das Ganze damit nicht", macht Leihe klar. Vielmehr solle mit der Einbeziehung vieler lokaler Akteure die Identität der Bürger mit ihrer Stadt gestärkt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.11.2013

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