Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Äpfel, Strohburg, altes Handwerk: Obsthof Wöllmen feiert Hoffest
Region Eilenburg Äpfel, Strohburg, altes Handwerk: Obsthof Wöllmen feiert Hoffest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:24 10.09.2018
Wer die Vitaminspender nicht selbst pflücken wollte, konnte sich aus den Kisten die Apfelsorten selbst zusammenstellen und kaufen.
Anzeige
Wöllmen

Der kleine Finnian Opitz sieht gespannt auf das Spinnrad von Elke Drews: „Warum machst du das?“, fragt der Junge interessiert und die Dame antwortet mit freundlicher Stimme und einem Lächeln: „Weil ich gern spinne. Du kennst ja sicher den Spruch aus dem Märchen: Was ist das für ein lustig’ Ding, was da hin und her springt?“, fährt die Handwerkerin fort und zeigt dem Kleinen, woran genau sich das Dornröschen damals wohl gestochen haben könnte. Schließlich erklärt sie, wie ein Spinnrad funktioniert und der Faden entsteht.

Viel los war am Wochenende auf dem Obsthof Wöllmen. Hier einige Impressionen:

Das dieses sehr alte Handwerk heute noch erfahren werden kann, ist sicher nicht mehr alltäglich. Wer aber am zweiten Wochenende im September den Obsthof in Wöllmen besuchte, hatte große Chancen, solche und ähnliche Raritäten vor Ort zu erleben.

Aktuelle Apfelernte im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt des inzwischen traditionsreichen Hoffestes steht vor allem die aktuelle Apfelernte. Kosten, kaufen oder auch selber pflücken macht seit 21 Jahren Hofchef Dieter Dottermusch möglich. Er ist der Herr über die 18 Hektar große Apfelplantage, das Herzstück seines Obsthofes. „Für viele Kunden aus der Region ist das Hoffest ein schöner Start in die neue Apfelsaison und in die goldene Jahreszeit“, weiß der Landwirt. Wer die Vitaminspender nicht selbst vom Baum abnehmen wollte, konnte sich vor der Verkaufshalle aus den Kisten den superfrischen Rubin, Summered, Elstar und Co. selbst zusammenstellen oder sich zuvor noch eine Kostprobe gönnen.

Mit den Jahren gewachsen

In all den Jahren ist das Hoffest gewachsen und sucht in der Region Vergleichbares. Während die Sonne vom Himmel strahlte und dem bunten Treiben zuschaute, schlängelten sich die Besucher geduldig an liebevoll geschmückten Erntewagen, bunten Kürbisstrecken, regionalen Händlern und einem breiten Angebot von altem Handwerk vorbei. An den kulinarischen Stationen mit Holundersuppe, Zebu, Flammlachs und anderen vielfältigen Leckereien blieb das leibliche Wohl nicht außen vor. Ebenfalls abwechslungsreich bot der Handwerksmarkt allerlei Seltenes und Handgemachtes. Geflochtene Körbe, geschmiedete Feuerkugeln, gebundene Blumenkränze, geschneiderte Kleidung, getöpferte Gefäße, gezimmerte Bänke, getrocknete Kräuter, gebrannte Liköre, kurz alles was einen guten Markt auszeichnet bot sich dem Gast in Wöllmen.

Regionale Händler

Während die großen Leute über das umfangreiche Sortiment der regionalen Händler staunten, war für die jüngsten Besucher die riesige Strohburg zum Tollen, Toben und Spielen wohl das schönste Highlight. Am Freitagabend wurde das Hoffest wieder mit einer Vernissage der regionalen Künstlergruppe um Lore Jacobi eröffnet. Die Ausstellung rund um das Thema „Be-merken, Be-stauen, Be-obachten“ kann noch in den nächsten zwei Wochen während der regulären Verkaufszeiten auf dem Obsthof in Wöllmen bestaunt werden.

Von Anke Herold

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das diesjährige Weihnachtsfest taucht dennoch am Horizont auf und mit ihm die Frage nach einem geeigneten Weihnachtsbaum. Doch wächst da angesichts der Trockenheit überhaupt etwas heran?

08.09.2018

Im Frühjahr 2019 wird die Marienkirche auf dem Eilenburger Berg wieder eine doppelte Stimme haben. Dabei ging es ursprünglich „nur“ um die Reparatur der großen Glocke.

07.09.2018

325 Freiwillige waren dem Aufruf der Hohenprießnitzer Feuerwehrleute gefolgt, um sich für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei registrieren zu lassen. Anlass war die Suche nach einem Stammzellenspender für ihren an Blutkrebs erkrankten Kameraden Maik. Jetzt wird er in einer Spezialklinik auf eine Transplantation vorbereitet.

06.09.2018
Anzeige