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Eilenburg Ärger mit Hundehaufen in Eilenburg und Pressel
Region Eilenburg Ärger mit Hundehaufen in Eilenburg und Pressel
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14:41 05.06.2018
Ein Hund aus Plastik mit der Aufschrift "No!" auf dem Rücken weist auf ein Verbot für Hundehaufen hin. Quelle: dpa
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Eilenburg

„Wenn ich hier spazieren gehe, dann muss ich auf meine Enkel aufpassen, dass sie auf der Wiese nicht in einen Hundehaufen treten. An manchen Stellen unserer Stadt ist das schlimm. Kein Wunder, ich habe bisher keinen Hundehalter beim Gassigehen gesehen, der das Geschäft seines Vierbeiners beseitigt und mitnimmt“, ärgert sich Bärbel Kunze, wenn sie in Eilenburg unterwegs ist. Sie arbeite selbst in einer Behörde und wisse daher, dass Hundehalter auch in der Pflicht stehen und in der jeweiligen Polizeiverordnung einer Gemeinde dazu das Verhalten geregelt sei. In Eilenburg kann man das in den Paragrafen sieben und acht nachlesen, welche Vorschriften in der Stadt gelten. Wer die Verordnung nicht kennt, kann sie auf der städtischen Internetseite nachlesen. Auch das Freilaufen ist da geregelt. Trotzdem wird es oft missachtet. „Morgens zwischen sechs und neun sieht man in den Wohngebieten viele Vierbeiner beim Gassigehen frei umherlaufen. Da muss man sogar als Autofahrer aufpassen, dass die kleinen Kerle einem nicht vor das Auto laufen, wenn man hier in Ost noch schnell einkaufen will“, sagt Brit Mieder. Sie habe einen Hund und könne gerade hier in der Nähe eines Verkehrsknotenpunktes ein solches Verhalten nicht verstehen. „Da müssten mal Kontrollen gemacht werden. Nicht aus Schikane, sondern wegen der Sicherheit.“

Mit dem Thema Hundehaltung mussten sich auch die Räte von Jesewitz in den vergangenen Wochen befassen. Hier hatten Bürger von Pehritzsch angezeigt, dass große Hunde auf einem Grundstück nicht so gehalten wurden, dass von ihnen keine Gefahr für die Öffentlichkeit ausgeht. Es kam zum Zwischenfall, der die Behörde veranlasste, dass Gespräch mit dem Halter und Züchter zu führen. Anlass im Rat darüber zu diskutieren. Ebenso zum Thema Hundehaufen. Bürgermeister Ralf Tauchnitz (WV) machte deutlich, dass zu diesen Fragen alles in der Polizeiverordnung geregelt sei. Halter sind in der Pflicht. Er mahnte aber an, dass Fehlverhalten gemeldet werden kann. Dann kann gehandelt werden. Jeder könne so auf seine Weise beitragen, dass Änderungen eintreten.

Das Thema Hundehaufen kann aber auch noch ganz andere Auswirkungen haben, die man nicht vermutet. Ein Beispiel aus Pressel: Waltraud Höse und ihre Tochter Peggy wollten mit einigen anderen Einwohnern in ihrer Freizeit die Kommune bei der Pflege der Grünanlagen und dem Platz am Kögel-Denkmal unterstützen. Der Einsatz war begrenzt, weil die Frauen beim Unkrautzupfen immer wieder in die Tretminen von Hunde griffen. Das müsse man sich nicht antun. „Keiner hat etwas unternommen, damit sich etwas ändert“, sagt Waltraud Höse. Beispiele zum Nachdenken und Handeln.

Von Bärbel Schumann

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