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Eilenburg Alles neu auf dem Eilenburger Berg: Der Kreisverkehr-Bau und seine Folgen
Region Eilenburg Alles neu auf dem Eilenburger Berg: Der Kreisverkehr-Bau und seine Folgen
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13:57 19.05.2015
Diese Kreuzung in Eilenburg wird sich alsbald verändern. Quelle: Wolfgang Sens

Schon jetzt biege kaum jemand, der aus Richtung Delitzsch/Kospa kommt, erst auf die B 107 ab, um den Stadtzubringer durch die Fischeraue zu nutzen, so wie es das Verkehrskonzept vorsieht.

Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) teilt diese Zweifel wiederum nicht: Letztlich merke jeder, der öfter auf der Strecke unterwegs ist, dass er dort langsamer vorankommt. Da sei es egal, ob er zuerst an der jetzigen Ampelkreuzung, die zum Kreisverkehr umgewandelt wird, ausgebremst wird oder am Fuße der Bergstraße, wo dann denjenigen die Vorfahrt gewährt werden muss, die auf dem Fischerweg vorbeifahren. Ab 7. April wird der offizielle Stadtzubringer generell im Vorteil sein, wenn es wegen des Baustarts am Kreisel zu Verkehrsbehinderungen kommt. "Der Landkreis hat sich aufgrund seiner Untersuchungen zum Bau entschieden. Das Areal wird auf alle Fälle aufgewertet", sagt Heiko Leihe vom Bereich Wirtschaftsförderung der Stadt.

Das auf dem Berg ansässige Autohaus Müller nutzt die Gelegenheit zur Umgestaltung der Freiflächen: Der Stadtrat befürwortete jetzt den Verkauf von insgesamt zirka 1200 Quadratmeter Land. Auf dem mit dem Kreiselbau entstehenden Gelände vor der Tankstelle gegenüber dem Autohaus ist die Errichtung eines Pavillons mit kleinem Büro und einer Ausstellungsfläche für zwei bis drei Autos vorgesehen. Dazu kommen zwei Kundenparkplätze sowie die Präsentationsfläche für 19 Gebrauchtwagen im Freien. Das Autohaus hat seine Gebrauchtwagen bisher auf dem benachbartem Schotterplatz aufgestellt. Der Stadtrat hatte dazu einen Flächenverkauf bereits 2007 beschlossen. Mit den konkreten Planungen für den Kreisverkehr ist das Areal nun etwas größer ausgefallen. Es gehört ein 70 Quadratmeter großes Gelände als sogenannte Arrondierungsfläche dazu. Ein Stück, das direkt das Autohaus anschließt. Weitere kleinere, ebenfalls neu entstehende Flächen vor dem Nachbargrundstück sollen veräußert werden und als Zufahrt dienen. Mitte vorigen Jahres war der Verkaufsbeschluss für 6000 Quadratmeter zwischen Bergstraße und Kospaer Landstraße an die Aldi-Immobilienverwaltung gefallen, die dort einen Ersatzneubau für die bisherige Filiale hinsetzen will. Kaufsumme: 390 000  Euro. Allerdings sieht der im vorigen Jahr aufgestellte Bebauungsplan eine Filiale in dieser Größe nicht vor. Der B-Plan müsste erneut angepasst werden. Die Stadt wird für den Kreisverkehr auch Geld ausgeben: 189 300 Euro sind im Haushaltplan vorgesehen, davon 148 000 als Zuschüsse an den Landkreis sowie 41 300 Euro für die Beleuchtung.

© Kommentar, Seite 29

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.03.2015
Von Heike Liesaus

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