Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Alte Toiletten, keine Umkleide: Feuerwehrdepot in Liemehna in der Kritik
Region Eilenburg Alte Toiletten, keine Umkleide: Feuerwehrdepot in Liemehna in der Kritik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:00 25.03.2018
Am Feuerwehrgerätehaus Liemehna fehlen noch wichtige Anbauten, die bessere Bedingungen für die Kameraden schaffen würden. Quelle: Heike Liesaus
Anzeige
Liemehna

In den 1960er-Jahren wurde das Liehmenaer Feuerwehrhaus gebaut. Es erstrahlt zwar seit einiger Zeit in einem ansehnlichen Äußeren, aber Innen ist nicht alles auf dem neuesten Stand. Das zeigt sich besonders bei den anfallenden Energiekosten. „Der Stromverbrauch ist hier ein großer Kostenfaktor“, stellt Ortschaftsratsvorsitzender Torsten Klinge fest. „Die Heizgeräte fressen hier sehr viel Strom.“ Er regte deshalb an, zu prüfen, ob es Möglichkeiten gibt, hier eine andere Lösung zu finden und bei dieser Gelegenheit auch die sanitären Verhältnisse für die Feuerwehr zu verbessern.

Umkleidemöglichkeiten fehlen

Für die Mitglieder der Wehr gibt es in Liehmena keine extra Umkleidemöglichkeiten und Duschen wie in anderen Depots vorhanden. Auch die Toiletten müssten erneuert werden. „Im Winter ist die Einsatzkleidung klamm. Das kann man eigentlich keinem zumuten“, so Klinge. Er schlug deshalb vor, dass sich die Gemeinderäte und die Verwaltung einmal Gedanken machen sollten, hier die Zustände zu ändern. Auch, um für Jüngere die Mitarbeit attraktiver zu machen und somit die Zukunft der Ortswehr zu sichern.

Jetzt sollen alle an einen Tisch

Bürgermeister Ralf Tauchnitz (WV) nahm den Gedanken auf. Obwohl die finanzielle Lage in der Gemeinde nicht rosig sei, schlug er vor, dass Verwaltung, Räte und Feuerwehr sich an einen Tisch setzen sollten. Dann müsse geklärt werde, wie es weitergehen könnte. „Denn wenn wir etwas machen, dann müsste es schon richtig sein“, meinte Tauchnitz.

Parallel schlug er vor, zu prüfen, ob es möglich wäre, Fördermittel einzusetzen. „Wir alle wissen ja nicht, ob es in vier, fünf Jahren noch in dem gegenwärtigen Umfang Fördermittel gibt. Deshalb sollten wir uns der Sachse annehmen und nach einer minimal förderfähigen Variante suchen“, so der Bürgermeister. Bei der angespannten Finanzlage der Kommune sei ein solches Vorhaben nicht ohne weiteres umsetzbar. Ratsmitglied Holger Jost gab zu bedenken, dass auch schon bei der Vorplanung Kosten anfallen würden. Das stehe in keinem Verhältnis zur Finanzlage der Gemeinde. „Ehe wir soweit sind, müssen wir uns klar werden, was wir wollen. Außerdem muss das Projekt dann in den Feuerwehrbedarfsplan“, entgegnete Tauchnitz. Die Räte sprachen sich dafür aus, dass die Verwaltung die Angelegenheit angehen soll.

Von Bärbel Schumann

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die freie Grundschule Cultus+ in Eilenburg hat Samstag einen Tag der offenen Tür veranstaltet. Zahlreiche Eltern informierten sich über die Angebote. Der Zuspruch ist groß: Dieses Jahr wird die Schule erstmals volle Klassen haben.

28.03.2018

Weil ein Bankangestellter vom Sparbuch einer Seniorin aus Taucha 20 000 Euro abgehoben hat, muss er sich vor dem Amtsgericht Eilenburg verantworten.

26.03.2018

Der neue Beigeordnete Eckhard Rexroth aus Mügeln ist jetzt für mehrere Gremien bestimmt worden, in denen er den Landkreis Nordsachsen vertritt. Unter anderem wird er Vertreter im Aufsichtsrat der Flughafen Leipzig GmbH.

23.03.2018
Anzeige