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Eilenburg An die Schippen, los: Start für 2,9 Millionen Euro teuren Hort-Neubau in Eilenburg
Region Eilenburg An die Schippen, los: Start für 2,9 Millionen Euro teuren Hort-Neubau in Eilenburg
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14:00 25.03.2017
An die Spaten, fertig, los: Stadträte, Oberbürgermeister, Schulleiterin und Architekt wirbeln zum symbolischen Baustart Sand auf. Quelle: Wolfgang Sens
Eilenburg

Der Kran steht schon am Rand bereit, der Baugrund ist geebnet, an einer Ecke werden Bewehrungseisen für die Streifenfundamente geflochten. Doch das Hortgebäude, das hinter der Grundschule Ost gebaut wird, hat einfach einen ersten symbolischen Spatenstich verdient. Der wurde in diesem Fall gemeinsam von Oberbürgermeister, Stadträten, Architekt und Schulleiterin gesetzt, die so am Freitagvormittag zusammen mit Grundschülern den offiziellen Startschuss für eines der größten Bauprojekte Eilenburgs der vergangenen Jahre gaben.

220 Hort-Plätze entstehen

Hier werden 2,9 Millionen Euro investiert. „Wenn wir das geschafft haben, soll es für Eilenburg keine Wartelisten für Hort, Kindergarten- und Krippenplätze geben“, erklärte Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos). Ein Standortvorteil, mit dem die Muldestadt punkten will. „Denn Eilenburg will mehr Einwohner, mehr junge Familien, die auch Kinder bekommen. Deshalb brauchen wir Einrichtungen wie diese“, so Scheler. Das Projekt soll über das Programm „Brücken in die Zukunft“ gefördert werden.

220 Hort-Plätze entstehen. Bisher gehen 90 Schüler der Grundschule Ost nach dem Unterricht in die Kindertagesstätte Bummi-Kneipp, die zur Volkssolidarität gehört, und 30 in die Kita „Löwenzahn“ der Arbeiterwohlfahrt. Die frei werdenden Plätze dort können nach dem Umzug der größeren für Kinder im Kindergarten- und Krippenalter umgestaltet werden. „Dazu werden aber noch einige Planungen nötig“, erläuterte Anke Thiedmann, Geschäftsführerin des nordsächsischen Verbandes der Volkssolidarität. Auf alle Fälle brauchen Krippenkinder zum Beispiel mehr Platz für Wickelkommoden und für Schlafplätze. Auch die Sanitärräume müssen auf die Kleinen abgestimmt werden. „Es kommt dann darauf an, wie die Nachfrage nach den Plätzen anläuft und wie alles ins räumliche und pädagogische Konzept passt.“

Wenn es soweit ist, müsste sicher auch mehr Personal eingestellt werden. Denn die Erzieherinnen, die die Hort-Kinder bisher betreuten, werden mit ihnen in die neue Einrichtung umziehen. Die Volkssolidarität wird dort ebenfalls Trägerin sein.

Kinder formulieren Wünsche

Aber erst einmal muss der neue Hort fertig werden. Die Kinder durften indes ihre Wunschzettel für die Ausstattung abgeben. Was stand da so drauf? „Wii-Station, Achterbahn, Disco-Raum, zehn Fernseher, ein Pool, Sauna, Spielplatz, Bauernhof mit Pferden“, zählen Drittklässler am Freitag in fröhlicher Wochenendstimmung auf. Das meiste davon wird voraussichtlich nicht in dem vom Eilenburger Giersdorff-Architekten-Büro geplanten Bau zu finden sein. Der wird acht Gruppenräume haben. Die werden unterschiedlichen Themenbereichen gewidmet: „Für Bauen, Bewegung und Kreatives zum Beispiel. Es soll Bereiche für Entspannung ebenso wie für Mediengestaltung geben. Wir wollen vor allem unser Kneipp-Konzept weiterführen, denn das wollen auch die Kinder sicher nicht missen“, sagte Anke Schreiber, stellvertretende Leiterin der Kita „Bummi“, wo besonderer Wert darauf gelegt wird, die Grundlagen für eine gesunde und naturgemäße Lebensweise zu vermitteln.

Im Neubau, der auf 1260 Quadratmeter Fläche entsteht, ist auch die Mensa mit Ausgabeküche für die Essenversorgung der Schule mit 100 Plätzen geplant, wo Schulanfang und Weihnachtenfest gefeiert werden können. Vor allem ist dieser 200 Quadratmeter große Mehrzweckraum im Hortbetrieb nutzbar. Einwohnerversammlungen des Stadtteils können künftig ebenfalls dort abgehalten werden.

Der Rohbau, mit dem die Dübener Bau- und Haustechnik beauftragt ist, soll bis zum Juni stehen, das Dach im Juni/Juli gedeckt werden, der Ausbau bis Dezember laufen. Die Fertigstellung ist im Januar geplant. So hat OBM Scheler die Terminkette jedenfalls derzeit auf dem Zettel. Doch es hatte bereits bis zum Baustart einige Verzögerungen gegeben. Unter anderem musste der instabile Baugrund vorab ausgetauscht werden.

Von Heike Liesaus

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