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Eilenburg Angler machen Lübbisch bei Eilenburg flott
Region Eilenburg Angler machen Lübbisch bei Eilenburg flott
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17:17 28.03.2010
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Eilenburg

Sie reinigten das Gewässer und beräumten das Umfeld von Müll. Dabei hatten sie mit einem ganz harten Brocken zu tun – einem umgestürzten Baum. Der Frühling kitzelte die Nase. Überall roch es nach saftigem Grün, das so noch gar nicht zu sehen war. Ruhig und anheimelnd präsentierte sich die Natur in der Muldeaue bei Eilenburg. Doch wer sich am Lübbisch auf dem Trampelpfad entlang des Gewässers begab, bekam Hunderte Meter weiter ein ganz anderes Bild zu sehen. Angler und THW-Mitglieder hatten gerade einen umgestürzten Baum angeseilt. Einmal von Landseite, einmal mitten auf dem Lübbisch. Mit schwerer Technik waren sie unterwegs. Per Schlauchboot drangen Swen Müller und Ronny Köpel vom THW zu dem Koloss vor und sicherten ihn. Minuten später näherte sich Kettensägen-Experte Nico Schipke und entzweite den Stamm in wenigen Sekunden, um das Gehölz später besser aus dem Wasser bergen zu können. „Die Jungs wissen genau, was sie tun“, sagte Bernd Cirotzki, der stellvertretende Vorsitzende des Angelvereins Eilenburg Nord. Der 56-Jährige beobachtete die Aktion gemeinsam mit Angelfreund Erich Schulze aus sicherer Entfernung. Nach kurzer Zeit war der geteilte Baumriese geborgen. „Das Holz trocknen wir und können es dann nutzen, zum Beispiel als Brennholz“, sagte Müller. Alljährlich veranstalten die Angler die sogenannte Gewässerreinigung und können in schwierigen Fällen auf die Hilfe des THW setzen. „Wenn wir die Männer brauchen, sind sie da“, sagte Cirotzki. Und für die technischen Helfer ist so ein Einsatz gleichzeitig eine willkommene Übung. Seinen Unmut äußerte Vize-Vereinschef über das Verhalten einiger Bürger, die am Lübbisch spazieren und dort abladen, was nicht hingehört. „Man glaubt gar nicht, was die Leute alles wegwerfen“, erzählte er. Flaschen, Papier und Plastiktüten. Ja sogar Kondome wanderten diesmal in die Müllsäcke. „Wenn wir das alles nicht wegmachen würden, sieht es hier irgendwann ganz schlimm aus.“ Soweit wollen es die Angler nicht kommen lassen. Denn das Kleinod Lübbisch ist auch so etwas wie ihre zweite Heimat. Der 81-jährige Schulze, der seit 1967 den Eilenburger Anglern angehört, schwärmte regelrecht: „Die Natur, das am Wasser sitzen, die Vögel beobachten – das ist einfach wunderschön.“ Mitunter könne man Rehe und den Eisvogel beobachten. Sogar ein Biber sei heimisch. Cirotzki ergänzte: „Hier kann man wirklich die Ruhe genießen. Gerade in der heutigen stressigen Arbeitswelt ist das sehr erholsam.“ Für die Angler beginnt die Saison mit der Schön-Wetter-Zeit. Am 24. April ist das diesjährige Anangeln geplant – und zwar am Groitzscher See, den die Eilenburger Angler ebenso betreuen wie den Lübbisch. Im Laufe des Jahres finden zahlreiche Aktionen statt: Dreimal Pokalangeln, Preis- und Rentnerangeln und das Paarangeln. Um Nachwuchs ist den Nordlichtern auch nicht bange. „Bei uns sind alle Jahrgänge vertreten“, sagte Cirotzki. Was aber nicht bedeuten soll, dass Neulinge bei den Petrijüngern nicht gern gesehen sind.

Nico Fliegner

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