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Arbeiten für Amateurfilmtage können noch eingereicht werden

Arbeiten für Amateurfilmtage können noch eingereicht werden

Das will der Eilenburger Klaus Jahn einmal loswerden: Beim Amateurfilmausscheid mitzumachen lohnt sich nicht allein wegen der ausgelobten Preise, sondern auch wegen der Kontakte und Tipps, die damit verbunden sind.

Eilenburg. „Seit 2005 bin ich Mitglied im Eilenburger Filmklub. Dieser besteht schon 50 Jahre und alle zwei Jahre veranstalten wir diesen Wettbewerb“, erklärt er. Vom 6.bis 8. November sei es wieder soweit: Die 15. Eilenburger Amateurfilmtage (Eilaf) finden statt.

Bei ihm selbst hat das mit den bewegten Bildern bei einer Tagesfahrt nach Berlin angefangen, erzählt der 52-Jährige. „Ich filmte eine Kassette voll, zirka eine Stunde mit einer gebrauchten Kamera auf Video-8-Format.“ Die Reaktionen auf seine Aufnahmen waren aber nicht so, wie er sich's vorgestellt hatte: „Bei Festlichkeiten wurde alles vorgeführt. Ich habe das immer nach dem Kaffeetrinken getan. Nach den ersten zehn Minuten fingen die Ersten an zu tuscheln und nach weiteren zehn wurde ich gebeten, nur die Höhepunkte des Filmes zu zeigen.“ Er spulte vor und zurück, aber die filmischen Höhepunkte fand er nicht. Dafür bot er seinen Zuschauern verwackelte Aufnahmen und viele Zooms. „Immer schön raus und rein ins Bild“, erzählt er lachend. Dabei hatte er sich in Berlin so viel Mühe gegeben: Der Fernsehturm, das ehemalige Haus des Lehrer, die Weltzeituhr und der Alex – alles sollte festgehalten werden. Auch die Ausführungen des Stadtführers wollte Jahn aufnehmen.

„Da waren die Fehler schon programmiert“, erkennt der Hobby-Filmer heute. „Jedenfalls musste ich alle nicht gelungenen Passagen entfernen.“ Aber wie? Die Amateurfilmgemeinschaft sei ihm da zu Hilfe gekommen. Aus seinen 60 Minuten Video wurden zehn. Und die habe sich noch jeder seiner Gäste gern angesehen. „Aber ich staunte, wie viel Arbeit in solch einem Film steckt: Das Material zu schneiden, zu vertonen und – für einen Sachsen ist das wohl das Schwerste – das Besprechen auf Hochdeutsch. Mir hat das alles Spaß gemacht. Ich wurde Mitglied“, berichtet er von seinem Werdegang. Wichtig für den gelernten Gärtner: „Die teure Technik zum Bearbeiten der Filme kann jedes Mitglied nutzen.“

Der Filmklub hält auch wichtige Ereignisse in der Stadt fest und gibt Videos heraus, die zum Teil öffentliche Vorführungen erleben. „Schön ist ebenfalls, dass bei uns im Klub ganz unterschiedliche Menschen zusammenkommen“, betont Jahn. „Wer ein Video oder einen Schmalfilm hat, sollte ihn jedenfalls noch schnell für den Amateurausscheid einreichen. Denn schon morgen ist Einsendeschluss“, wirbt er für die Eilaf. „Ansonsten: am 8. November einfach vorbeischauen.“ Dann findet die Abschlussveranstaltung mit den Vorführungen im Bürgerhaus statt.

Abzugeben sind die filmischen Arbeiten bei Jutta Kowitz, Steinstraße 36, in Eilenburg (Telefonnummer 03423/605628). Außerdem kann jedermann mittwochs im Studio, Dr.-Belian-Straße 3 (Haus der Stadtbibliothek, Eingang links), von 8.30 bis 11.30 und von 13.30 bis 18 Uhr (Telefonnummer 0163/4914987) mit den Amateurfilmern Kontakt aufnehmen. Am Freitag, dem 6. November, wird dort im Rahmen der Eilaf auch die Bearbeitungstechnik vorgestellt.

Heike Liesaus

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