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Asbestfund sorgt für Verzögerung beim Deichbau in Mörtitz

Hochwasserschutz Asbestfund sorgt für Verzögerung beim Deichbau in Mörtitz

Was bei der Jahrhundertflut im August 2002 sicher gut gemeint war, kommt dem Steuerzahl jetzt teuer zu stehen. Als damals der Deich bei Mörtitz brach, wurde dort alles irgendwie verfügbare Material verbaut. Darunter befand sich allerdings auch Asbest, der nun mühevoll entsorgt werden muss.

Mörtitz ist derzeit Großbaustelle in Sachen Hochwasserschutz. Das Rammen der Spundwände soll bis Februar 2018 abgeschlossen sein.

Quelle: Wolfgang Sens

Mörtitz. Bei den Deichbauarbeiten, die derzeit bei Mörtitz stattfinden, gibt es eine Verzögerung. Eigentlich sollte die Reparatur der etwa 100 Meter langen Schadstelle bei Mörtitz, wo bei der Flut 2002 als erste Deichbruchsicherung Betonelemente und sonstige „gerade verfügbaren Materialien“ verbaut worden waren, Ende September fertig sein. „Daraus wird nichts“, sagt Stefan Hain, der das Projekt vor Ort für die Landestalsperrenverwaltung leitet, da „wir beim Beräumen Asbest gefunden haben.“

15 Wochen Verzögerung

Dafür werde nun sogar ein Entsorgungskonzept gebraucht, so Stefan Hain weiter, der aber schon weiß, dass „damit nun quasi jede Baggerschaufel einzeln kontrolliert werden muss.“ Der Bauleiter geht damit nicht nur von enorm steigenden Kosten, sondern auch von einem Zeitverzug von bis zu 15 Wochen aus.

Deich ist dennoch bis Februar 2018 komplett stabilisiert

Dennoch rechnet man bei der LTV damit, dass die Arbeiten an dem etwa acht Kilometer langen Deich, der von Laußig über Gruna bis nach Mörtitz reicht, wie geplant Ende Februar 2018 abgeschlossen werden können. Bei dem rund zehn Millionen Euro teuren Vorhaben, das im Herbst 2016 begann, dann von März bis Juli aus naturschutzrechtlichen Gründen ruhte, wird der Deich komplett mit Spundwänden stabilisiert. Nach der Fertigstellung sind die Anlieger dann zumindest wieder vor einem Hochwasser geschützt, wie es statistisch alle 25 Jahre auftritt. Bei einem noch größeren Hochwasser wird der Deich zwar überströmt, bleibt aber standhaft.

Von Ilka Fischer

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