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Audenhains Pfarrerin Dorothea Preisler verabschiedet

Kirche Audenhains Pfarrerin Dorothea Preisler verabschiedet

Nach 18 Jahren nimmt Pfarrerin Dorothea Preisler Abschied von Audenhain. Die Seelsorgerin übernimmt eine Berliner Gemeinde und kehrt damit in ihre Heimatstadt zurück. In einem Gottesdienst ist sie von Gemeinde und Weggefährten verabschiedet worden.

Pfarrerin Dorothea Preisler segnet beim Verabschiedungsgottesdienst in der Petri-Kirche in Audenhain die Gemeindeglieder.Im Hintergrund der Kirchernchor.

Quelle: Nico Fliegner

Audenhain. Es ist ein sommerlicher Frühlingstag, als Dorothea Preisler am Schwarzen Graben sitzt, im Arm ihr Sohn Matthias, 22 Monate alt. Auf den Feldern blüht der Raps saftig gelb. Und eine junge Pfarrerin, angekommen in ihrer neuen Wirkungsstätte, gibt einem jungen Reporter der LVZ ein Interview und schwärmt auf Berlinerisch von Familien in Audenhain, die sie liebevoll aufgenommen haben. Eine Begebenheit vor 18 Jahren. Jetzt schließt sich der Kreis und vermutlich wird dieser Beitrag über Audenhains Pfarrerin Dorothea Preisler der letzte in dieser Zeitung sein. Sie verlässt den Kirchenkreis, tritt eine neue Stelle in Berlin an, ihrer Heimatstadt. Am Sonntag ist die 48-Jährige bei einem Gottesdienst feierlich verabschiedet worden.

Superintendent Mathias Imbusch segnet Pfarrerin Dorothea Preisler

Superintendent Mathias Imbusch segnet Pfarrerin Dorothea Preisler.

Quelle: Nico Fliegner

Die Sankt-Petri-Kirche zu Niederaudenhain ist gut besucht. Mit Hortensien und Rosen sind Altar und Taufbecken geschmückt.

Immer wenn Dorothea Preisler mit den Gemeindegliedern Gottesdienst feiert, geht die Sonne im Herzen auf. Auch diesmal. Fröhlichkeit strahlt sie aus. Und Fröhlichkeit wollte sie in den vergangenen 18 Jahren immer in das Leben der Menschen bringen. Wenn sie mit dem Chor musiziert und ihre Jungen mitmachen, rührt das die Menschen in den Kirchenbänken und zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht.

Kinder in Nordsachsen aufgewachsen

Matthias, der Erstgeborene, ist inzwischen volljährig und lernt am Kreiskrankenhaus in Delitzsch/Eilenburg. Jeremias, der Zweitgeborene, und Josias, der dritte, sind an einem Gymnasium für musisch Begabte in Dresden. Und der jüngste Spross, Elias (4), freut sich schon, alsbald in Berlin einmal in der Woche zur Musikschule gehen zu dürfen, so wie seine Brüder es viele Jahre an der Kreismusikschule „Heinrich Schütz“ in Torgau taten. „Ich kam mit einem Kind an und gehe jetzt mit den größten Geschenken“, sagte sie am Sonntag im Gottesdienst.

100 Menschen in Audenhain getauft

In den vielen Jahren in Audenhain hat Dorothea Preisler 100 Menschen getauft, zig Paare getraut, Gemeindeglieder beerdigt, den Kirchenchor geleitet, den Frauenkreis betreut. Es sind Freundschaften entstanden. Superintendent Mathias Imbusch dankt ihr für die Arbeit, wünscht ihr „Kraft und Energie“ für die neue Aufgabe. Diese sei eine Chance und böte neue Möglichkeiten. Mockrehnas Alt-Bürgermeister Konrad Rülke bedauert Preislers Weggang und lobt ihr Engagement für die Pumphutkirche. Diese sei dank Preisler jetzt in einem guten Zustand. Zahlreiche Dankesworte und Geschenke gibt es unter anderem von Frauenkreis, Chor, den Senioren und der katholischen Kirchgemeinde in Mockrehna. „Wir werden dich vermissen“, sagt Bernhard Wagner, der die Ökumene besonders hervorhebt.

Im September zieht die Familie ins 140 Kilometer entfernte Berlin Lankwitz, wo Dorothea Preisler eine 2000 Mitglieder zählende Gemeinde übernimmt. Dass sie so lange in Nordsachsen lebte, wird man ihr dort nicht anmerken. Denn nach wie vor „berlinert“ sie wie schon bei ihrer Ankunft vor 18 Jahren in Audenhain. Ihre neue Gemeinde wird’s bestimmt freuen.

Von Nico Fliegner

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