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Eilenburg Audenheiner zeigt Leuchtturm-Bilder im alten Eilenburger Gymnasium
Region Eilenburg Audenheiner zeigt Leuchtturm-Bilder im alten Eilenburger Gymnasium
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10:50 13.07.2017
Jürgen Amenda zeigt in der Schau im ehemaligen Gymnasium auch das Bild seines Lieblings-Leuchtturms, der im polnischen Niechorze steht. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Ein Leuchtturm? Na, klar, das ist ein Turm am Meer mit einer großen Lampe drauf. Doch jeder sieht anders aus. Und nicht nur das fasziniert Jürgen Amenda. Das zeigt sich in den Fotografien, die jetzt im ehemaligen Eilenburger Gymnasium am Külz-Ring zu sehen sind.

Auf Fotopirsch im Urlaub

Dutzende Türme hat der Audenhainer abgelichtet. Eher nebenbei, wenn er im Urlaub ohnehin in der Nähe war. Sein Faible für die markanten Bauwerke verbindet sich mit zwei Berufsfeldern, die ihn prägten: Fünf Jahre fuhr er als junger Mann auf einem Minensuchboot zur See. Später hatte er ein Ingenieurstudium absolviert, arbeitete unter anderem als Baustofftechnologe in einem Kieswerk, aber auch im Straßen- und Tiefbau und zuletzt überwachte er als Bauherrenvertreter Bauobjekte. So bewundert er immer wieder die baulichen Lösungen, die gefunden werden: Die Türme stehen ja am Meer und somit in einer Landschaft, die dem Ansturm der Elemente auf besondere Weise ausgesetzt ist. Wegen seiner markanten Lage ist deshalb auch der Leuchtturm auf Gibraltar in die kleine Ausstellung eingereiht. Das Bild hat Amendas Tochter aufgenommen.

„Trotz Radar, Funk und Satellitentechnik kommt die Seefahrt nicht ohne sie aus. Sie leuchten nicht nur im Dunkeln, sondern sind auch am Tage gut auszumachen. Und es gibt sie überall in der Welt“, erklärt der Hobbyfotograf. Er hatte selbst seinerzeit mit Hilfe der Leuchttürme navigiert. „Sie zeigen, ob man sich zu nah an der Küste und somit in Gefahr befindet, auf Grund zu laufen.“

Als Schiffs-Modellbauer aktiv

Sein Lieblingsturm steht an der polnischen Ostseeküste. Er strahlt in klassizistischer Eleganz. „Die polnischen Fachleute, die als hervorragende Restauratoren bekannt sind, haben ihn originalgetreu saniert.“ Bis 37 Kilometer weit strahlt er aufs Meer.

Viele werden Jürgen Amenda noch aus seiner Zeit als Schiffs-Modellbauer kennen. Ein ebenfalls maritimes Hobby, das er in der Region prägte. Die Verbindung zur Volkshochschule, die die Ausstellung organisierte, kam über den Kenntmann-Verein in Torgau zustande. Dort ist er Mitglied.

Zur Galerie
Leuchttürme stehen immer an exponierter Stelle und bieten den Seefahrern Orientierung. Fasziniert von Bautechnik und maritimer Navigartion hat Jürgen Amenda über Jahrzehnte Dutzende Leuchttürme fotografiert. Einen Teil davon zeigt er derzeit im Foyer der Eilenburger Volkshochschule.

Von Heike Liesaus

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