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Eilenburg Auf ECW-Gelände in Eilenburg entsteht Asylheim für 200 Flüchtlinge
Region Eilenburg Auf ECW-Gelände in Eilenburg entsteht Asylheim für 200 Flüchtlinge
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00:37 18.09.2015
Eine Fläche für die Unterbringung von Asylbewerbern soll im nordwestlichen Bereich des ECW-Geländes ausgewiesen werden. Quelle: Heike Liesaus
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Wie berichtet, hatten die Stadträte im geschlossenen Teil ihrer Sitzung am Montag voriger Woche über die zur Auswahl stehenden Areale diskutiert. Das Areal, wo einst Industriebauten standen und das mittlerweile zur Grünfläche geworden ist, wurde favorisiert. Inzwischen sind die Anlieger in- formiert. "Mit den betreffenden Unternehmen ist gesprochen worden", erklärte Heiko Leihe, Leiter des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus. Wohnbebauung gibt es in unmittelbarer Nähe nicht.

Die Stadt rechnet damit, dass Unterbringung-Kapazitäten für zirka 200 Menschen vorgehalten werden sollen. Um solch eine Unterkunft schnell zu errichten, kommt vor allem eine Containerlösung infrage. Was, wie und wie viel genau gebaut wird, dazu will sich das Landratsamt Nordsachsen noch nicht konkret festlegen. Derzeit ist Ordnungsdezernentin Angelika Stoye unterwegs, um vorgeschlagene Unterkünfte zu sondieren, erklärte Pressesprecher Rayk Bergner. Bereits vor einigen Tagen hatte Stoye im Sozialausschuss des Landkreises berichtet, dass der Landkreis in diesem Jahr voraussichtlich noch 1500 Asylbewerber aufnehmen muss. Lediglich die Stadt Dommitzsch und die Gemeinde Rackwitz erfüllen derzeit die geforderte Quote von 1,5 Prozent Asylbewerbern in Relation zur Gesamtbevölkerung. Diese soll im kommenden Jahr auf bis zu drei Prozent steigen.

In Eilenburg sind Flüchtlinge derzeit dezentral in Wohnungen untergebracht. Zuletzt waren es 120. Weitere 80 sollten bis Jahresende kommen. Der Standort auf dem ehemaligen ECW-Gelände könne voraussichtlich erst im nächsten Jahr genutzt werden, prognostiziert Heiko Leihe. Aktuell laufen Vertragsverhandlungen mit dem Landkreis, der verantwortlich für die Unterbringung ist. Die Erschließung muss erfolgen, Container müssen bestellt und ein Betreiber per Ausschreibung gefunden werden. "Wir sind zurzeit in der Behördenabsprache", bestätigt Rayk Bergner. "Bei konkreten Ergebnissen werden wir die Öffentlichkeit informieren. So auch über die Zahl derer, die dort untergebracht werden sollen."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.09.2015

Heike Liesaus

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