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Eilenburg Auf dem Weg zur Naturpark-Schule: Doberschützer Kinder erkunden Vogelturm
Region Eilenburg Auf dem Weg zur Naturpark-Schule: Doberschützer Kinder erkunden Vogelturm
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15:56 09.05.2016
Dicht umringt ist Frank Heine, als er den Kindern auf Fotos zeigt, wie es bald in den Nestern aussehen wird. Quelle: Foto: Heike Liesaus
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Doberschütz

Premiere am Doberschützer Trafo-Turm. Der fungiert wie viele seiner Art mittlerweile nicht mehr als Stromverteiler, sondern als technisches Denkmal, Blickpunkt im Ortsbild und vor allem als Träger von Nistplätzen für Flattertiere. Das sahen sich die Erstklässler der Doberschützer Grundschule jetzt aus der Nähe an. Schließlich sind sie auf dem Weg zur Naturpark-Schule. Da wollen sie über solche Objekte Bescheid wissen und der Turm steht nur 500 Meter entfernt von ihren Klassenzimmern. Frank Heine vom Naturschutzbund, der sich um Storch, Falken, Eulen & Co. in der Region kümmert, ist extra gemeinsam mit Frank Jonack, Gabriele und Grit Scheibe angereist, um alles zu zeigen und zu erklären. „wer nistete hier?“, fragt Heine die Kinder. „Tauben?“, rät eines der Mädchen. Aber die sind hier nicht gewollt. Aber Falken, Meisen und Schleiereulen. „Dort oben sind Kästen für Fledermäuse“, deutet Frank Jonack auf flache Behältnisse an der Turmmauer direkt unter dem Dach. Daneben gibt es zwei knubbligere Konstruktionen. „Die sind für Mehlschwalben gedacht. Werden hier aber nicht so gut angenommen. Dafür läuft gerade der Wettbewerb um die Starenkästen.“ Weil die Kinder nicht über die Leiter an die Nistkästen im Inneren heranklettern dürfen, hat Frank Heine ein Demonstrationsobjekt mitgebracht. Die Kinder bestaunen das Einschlupfloch, durch das die Eule passt und die abnehmbare Rückfront. Die nutzen die Vogelschützer, um die Jungen zu beringen. Heine ist mittlerweile auf den Bau solcher Nistkästen spezialisiert. Er hat auch zwei kleinere Outdoor-Kästen im Gepäck. Einen bekommen die Lehrerinnen für den Schulgarten. Den anderen darf Linus mit nach Hause nehmen. „Ja.Wir haben einen Garten mit Bäumen“, erzählte er auf die Frage, ob er den auch verwenden kann. „Vögel sind auch da.“ Wie die heißen, weiß er zwar noch nicht, aber das kann er dann er in den nächsten Jahren ja noch lernen. Vielleicht in der Naturpark-Grundschule. „Ob wir den Titel bekommen, erfahren wir dann zum Ende des Schuljahres. Wir haben nicht mehr viel Zeit“, sagt Lehrerin Prokein.

Von Heike Liesaus

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