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Eilenburg Aus altem Trafo-Schrank wurde Mini-Bücherei in Eilenburg
Region Eilenburg Aus altem Trafo-Schrank wurde Mini-Bücherei in Eilenburg
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00:33 21.05.2018
Sekretärin Sibylle Bock (links) und Vertriebsmitarbeiterin Doreen Schwarz freuen sich über das Leseangebot in den Räumen der Stadtwerke Eilenburg. Quelle: Wolfgang Sens
Eilenburg

Schmökern beim Besuch der Stadtwerke in einer Mini-Bücherei, um die Wartezeit zu verkürzen – ein Wunschgedanke, um die Zeit sinnvoll zu nutzen? „Ja, warum nicht“, meint Doreen Schwarz, Vertriebsmitarbeiterin bei den Eilenburger Stadtwerken. „Im Team gab jemand den Anstoß und wir haben die Idee dann gemeinsam weiterentwickelt“, erklärt sie.

Praktischer Nutzen

Was in anderen Orten Deutschlands zum Beispiel in einer ausrangierten Telefonzelle schon lange funktioniert, das sollte auch in Eilenburg möglich sein. Nämlich eigene, nicht mehr benutzte Bücher kostenlos gegen andere zu tauschen oder Bücher anderer zum Schmökern mit nach Hause nehmen. „Und dann wollten wir eine Gelegenheit bieten, mögliche Wartezeiten an unseren Sprechtagen sinnvoll zu nutzen“, ergänzt Sibylle Bock, die im Sekretariat der Stadtwerke arbeitet.

Was bei der Weiterentwicklung der Idee herauskam, kann sich sehen lassen. Zur Wand in Betonoptik wenige Schritte vom Eingang des historischen Gasometers entfernt wurde ein ausrangierter Schrank eines Niederspannungsverteilers gesucht.

Alte Trafo-Station im Stadtteil Ost

Der war von 1977 bis 2017 noch in einer Trafostation in Eilenburg Ost „An der Heide“ in Richtung Sprotta in Betrieb. Noch mit einigen Sicherungen, Anzeigeelementen und anderen technischen Details ausgestattet, wurden Regalböden eingepasst. Mitarbeiter brachten schließlich nicht mehr benötigte Bücher mit, die nun auf andere Nutzer warten. Die Angebotspalette reicht dabei vom Kochbuch, Krimis bis hin zum Roman mit Happy End. „Zu unseren Öffnungszeiten steht unsere kleine Schrank-Bücherei allen offen. Auch wer Bücher spenden will, kann damit vorbei kommen, denn Bücher sollte man nicht wegwerfen“, meint nicht nur Doreen Schwarz.

Von Bärbel Schumann

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