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Eilenburg Aus für B 87 n: Eilenburgs OBM schlägt im Kreistag Alarm
Region Eilenburg Aus für B 87 n: Eilenburgs OBM schlägt im Kreistag Alarm
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00:39 06.07.2015
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Eilenburg/Jesewitz

Eilenburgs Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) und der Jesewitzer Bürgermeister Ralf Tauchnitz (WVL) machen ihren Ärger jetzt öffentlich.

So zeigte sich am Ende der vergangenen Kreistagssitzung der Eilenburger Obermeister verblüfft: "Erst kürzlich wurde veröffentlicht, dass das Raumordnungsverfahren zur B 87 n ergebnislos beendet wurde. Und wir nehmen das in einer Ruhe und Gelassenheit hin, die ich nicht begreife. Vielleicht liegt das auch am Wahlkampf. Der eine will nicht mehr und der andere kann noch nicht", sagte Wacker. Er verlangt, dass sich Kreisverwaltung und Kreisräte in der Augustsitzung intensiv mit dem Thema beschäftigten. "Wir benötigen zur B 87 eine klare politische Aussage. Und unsere Abgeordneten in Bund und Land müssen eine klare Aufgabe mit auf den Weg bekommen. Ich verstehe nicht, dass es keine Notwendigkeit mehr geben soll für die Infrastrukturmaßnahme", so Wacker, der Unterstützung von allen Fraktionen im Landkreis fordert.

"Es stochert jetzt jeder in diesem Thema drin rum", kommentierte Landrat Michael Czupalla (CDU). "Ich habe mich sofort nach Bekanntwerden zur Wehr gesetzt und meine Meinung im Fernsehen gesagt. Es handelt sich um drei Fakten. Einmal geht es um die Strecke zwischen Eilenburg und Brandenburg. Da geht es weiter. Das Problem, bei dem sich keine Lösung abzeichnet, ist die Linienführung durch ein Wohngebiet und ein Auengebiet bei Taucha. Der dritte Punkt ist, dass auf Leipziger Seite nicht klar ist, wo die B 87 n in das Leipziger Verkehrsnetz einmünden soll", so Czupalla. Bei der nächsten Kreistagssitzung wollen die Abgeordneten eine Stellungnahme abgeben und sich noch einmal über den Stand der Dinge informieren.

Dass das Raumordnungsverfahren seit 2009 läuft, sei zwar richtig, jedoch beschäftigen sich "eine Menge Leute und sicher für viel Geld mit der Trassenführung schon seit über 20 Jahren", ergänzte Ralf Tauchnitz. In den 1990er-Jahren wurde die Umfahrung der einzelnen Orte untersucht und geplant. Die Ortsumgehungen wurden dann verworfen, weil zu viele Brückenbauwerke und damit zu hohe Kosten damit verbunden gewesen wären. "Werden diese Pläne nun wieder ausgegraben oder ist die B 87 n nun völlig vom Tisch?", fragt der Jesewitzer Bürgermeister. Er kritisiert, dass sich in den vergangenen Jahren "kein Planer bis zu ihm nach Jesewitz verirrt hat", um die Streckenführungen zu besprechen. Dass sich die wesentlichen Rahmenbedingungen geändert haben sollen, könne auch er nicht verstehen. Tauchnitz fragt: "Sind die Bürgerinitiativen, Nabu und andere Gegner der Trasse für unsere Entscheidungsträger zu stark, um endlich einmal mit diesem Abschnitt der Straße zum Zuge zu kommen? Oder liegt es an den Entscheidungsträgern und Politikern?"

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.07.2015
pfü/HR

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