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Eilenburg Aus für die Serum-Eier-Produktion in Wildenhain
Region Eilenburg Aus für die Serum-Eier-Produktion in Wildenhain
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14:02 19.05.2015
Mit einem Spezialgerät werden hier Serum-Eier für die Pharma-Industrie überprüft, ob sie in Ordnung sind. Für das Wildenhainer Standbein kommt das Aus. Quelle: Nico Fliegner
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Wildenhain

"Wir möchten jetzt vorausblicken. Alles andere geht nach hinten los", gibt er sich wortkarg zu diesem Thema. Das Damoklesschwert, die Pharmaindustrie würde in absehbarer Zeit ihre Aufträge für Wildenhain zurückziehen, hängt schon seit Monaten über dem Agrarbetrieb. Der hat, wie berichtet, deshalb andere Standbeine in der Eiervermarktung in letzter Zeit forciert, um Arbeitsplätze zu sichern. Ob das bislang in vollem Umfang gelungen ist, bleibt offen.

In diesen Tagen soll nunmehr Schluss sein mit dem Tochterunternehmen Pharma-Ei GmbH, das 2013 geschätzte 21 Millionen Serum-Eier mit einem halben Jahr Vorlauf für Grippeschutzimpfzwecke geliefert hat, räumt Böbel auf Nachfrage ein. Das bedeutet: Vermutlich werden in der nächsten Impfsaison noch Stoffe verwendet, die ihren Ursprung in Wildenhain haben und die an den europaweit agierenden belgischen Impfstoffhersteller GSK, der in Dresden ein Serumwerk betreibt, geliefert wurden. Krankenkassen würden diese Leistung europaweit unter Pharmaunternehmen regelmäßig ausschreiben, hatte Böbel zuletzt Ende vergangenen Jahres über das Prozedere informiert. Die Wildenhainer blieben jetzt offenbar - trotz Fürsprache der Landesregierung, wie zu hören war - in diesem globalen Ringen auf der Strecke.

Zusätzliche Probleme bereitet den Eierproduzenten, betonte Böbel, der Preiskampf bei der Vermarktung. 10 Stück für 99 Cent decke bei weitem nicht die Produktionskosten. Nur sechs Cent blieben für ein Ei aus Bodenhaltung bei den Erzeugern und schon zwei Cent mehr würde den Legehennenhaltern helfen. Die Erzeugergemeinschaft verfügte Ende 2013 mit ihren Betriebsteilen über 250 000 Legehennenplätze. Die Produktion der Serum-Eier war da schon nicht mehr Hauptzweig, sondern der Handel. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.07.2014
Karin Rieck

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