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Eilenburg Aus zwei mach eins: Eilenburger Mieter wollen größere Wohnungen
Region Eilenburg Aus zwei mach eins: Eilenburger Mieter wollen größere Wohnungen
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00:18 18.05.2017
Die Fassade am Nordring steht unter Denkmalschutz. Mitarbeiter der Oschatzer Firma Voigtländer begutachten den Zustand. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Die Stadt Eilenburg will sich als Wohnstandort im Leipziger Umfeld bekannt machen. Doch wo sind die Wohnungen? Die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (EWV) ist mit 1800 Einheiten im Bestand größte Vermieterin in der Stadt und verwaltet 800 weitere. An einigen EWV-Häusern stehen derzeit die Baugerüste, laufen Sanierungen. Meistens heißt es dann: Aus zwei kleinen mach’ eine große. Denn die Nachfrage nach geräumigeren Domizilen für Familien ist angestiegen.

Lutherstraße: Hier werden Grundrisse von Wohnungen geändert. Vier-Zimmer-Wohnungen entstehen. „In einem Haus standen auch mal zwei Wohnungen übereinander frei. Dort wurde eine Treppe eingebaut“, berichtet EWV-Geschäftsführerin Birgit Bendix-Bade. Wenn gewünscht, erhalten die Mieter ihr eigenes Gartenstück, das von großzügigen Grünflächen an den Häusern abgeteilt werden kann. „Eine Möglichkeit, die schon viele der Bewohner nutzen“, erklärt Bendix-Bade weiter. Für manche sei sogar der Zugang direkt von der eigenen Wohnung aus möglich.

Nordring 24: Derzeit werden Dach und Fassade erneuert. Im Anschluss geht es innen weiter, werden in dem denkmalgeschützten Haus drei Vier-Zimmer-Wohnungen entstehen.

Eckartstraße 21-23: Dort laufen derzeit die Planungen für die Komplettsanierung. Mittlerweile sind die letzten Mieter ausgezogen. Ab Oktober soll entkernt werden, Ende 2018 könnten die neuen Mieter einziehen. Acht große Vier-Raum-Wohnungen entstehen: 35 Quadratmeter große Wohnzimmer mit halboffenem Küchenbereich, großen Schlafräumen, Kinderzimmern und zweiter Toilette. „Das wird großzügig und lichtdurchflutet“, erklärt die EWV-Geschäftsführerin. Auf die Hofseite kommen Balkone, zur Straßenseite werden französische, bodentiefe Fenster eingebaut. Einer der drei Aufgänge bekommt einen Aufzug. In diesem Haus entstehen kleinere Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen. Gesamtkosten: 2,2 Millionen Euro.

Quartier: Im Zuge dessen sollen auch Fassade und Dach am Eckgebäude Wallstraße/Eckartstraße erneuert werden. Die Farbgestaltung der beiden Objekte wird sich in abgeschwächten Tönen an der Wallstraße 7 bis 9 orientieren, deren Sanierung 2015 vollendet wurde und die zu 100 Prozent vermietet ist. Innerhalb des Quartiers wird auch der Innenhof der Ecke Wallstraße/Eckartstraße neu gestaltet – mit kleinem Spielplatz, einer Grillecke, neuem Grün. Auch Pkw-Stellplätze werden angelegt.

Balkone: Nach Hunderten Balkonanbauten in den vergangnen Jahren wurden nun auch an der Eckartstraße 25 und 26 solche Freilufträume geschaffen. Weitere folgen in diesem Jahr in der Straße der DPF 2, 4, 6 und in der Georg-Schumann-Straße 22, 24, 26, 28. Gerade im Eilenburger Osten ist laut EWV im vergangenen Jahr besonders in den Wegebau investiert worden.

Mietpreise: „Wir haben nach wie vor genug Wohnungen für Menschen mit wenig Geld“, sagt Bendix Bade. Die Preise für die vollständig sanierten Wohnungen werden aber über diesem Niveau liegen. „Wir versuchen bei sanierten Wohnungen auf einem Niveau zwischen 6,50 und 7 Euro pro Quadratmeter zu bleiben.“ Doch die ständig erhöhten Auflagen in Sachen Bausicherheit und Wärmeffizienz treiben die Kosten in die Höhe. Gerade der Sozialwohnungsbau ist ohne Fördermittel nicht möglich. „Aber glücklicherweise haben wir sehr viele Wohnungen zur rechten Zeit saniert, sodass sie bezahlbar bleiben“, so die EWV-Chefin.

Von Heike Liesaus

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